Ein wunderschönes Cover mit passendem Farbschnitt. Der Klappentext klang nach einer fantastischen Geschichte in Italien während der Renaissance mit Magie und ein paar speziellen Edelsteinen, welche besondere magische Fähigkeiten besitzen.Die verschiedenen Steine und ihre jeweiligen Fähigkeiten werden zu Beginn des Buches kurz erklärt. Die Protgonistin Ravenna hat eine spezielle Affinität für einen der Steine und sie besitzt magische Kräfte. Für sie ist beides etwas auf das sie lieber verzichtet hätte.Für mich war es sehr schwieirig mich in das Dilemma von Ravenna einzufühlen und ihre Konflikte nachvollziehen bzw. tiefer verstehen zu können. Es muss hier das Setting wirklich beachtet werden: Italien, 15. Jahrhundert, katholische Kirche, das eigene Seelenheil und das von Freunden, Familien und Nachbarn, Schande durch Exkommunikation und das in einer Welt mit Magie die von der katholischen Kirche absolut verteufelt wird.Es existieren Fae, Hexen und Vampire. Tatsächlich ist an mir vorbeigegangen, ob mehr als nur ein paar wenige davon eine Rolle spielen.Ravenna wird aus ihrem Leben, in welchem sie mit ihrer Familie ein Gasthaus führt und in ihrer freien Zeit ihrer eigentlichen Passion, der Bilderhauerei nachgeht, entführt. Ganz offiziel und auch nicht so recht mit der Option das irgendwer etwas dagegen hätte unternehmen können.Damit ist man dann gerade in die Geschichte eingestiegen. Im weiteren Verlauf gibt es dann verschiedene Charaktere die eigene Intrigen spinnen oder von anderen Personen benutzt werden um die eigenen Ziele zu erreichen. Vertrauen sollte man am besten keinem.Leider ist das Buch echt lang und dies meiner Meinung nach unnötigerweise. Manche Entwicklung oder manches Ereignis hätte nicht einer seitenlangen Herleitung bedarft. Die Beziehungsentwicklung zwischen Ravenna und Saturnino (der böse Love-Interest) zog sich vor allem wegen der Glaubenssätze , welche die beiden aufgrund ihrer Erziehung und Entwicklung und der bislang gemachten Erfahrungen mit anderen Menschen, fest in ihrem Denken verankert haben. Es hätte alles durchaus gekürzter erzählt werden können.Interessanterweise wurde auf über 600 Seiten das Magiesystem, wie es wer warum unter welchen Bedinungen oder Ähnliches nutzen kann, nicht weiter erklärt. Es wurde vielleicht ein wenig oberflächlich an einer Erkklärung gekratzt, aber mehr auch nicht und ich hatte erwartet, dass die Steine in dieser Geschichte alle relevant sind und Magie die Welt in allen Bereichen durchdringt und Anwendung findet.Ich habe irgendwann queer gelesen. Dadurch mögen mir vielleicht Details entgangen sein, aber ich kann nicht wirklich sagen, dass ich das als bedauerlich ansehen würde. Mir ist zudem nicht klar, warum es hier eines zweiten Bandes bedarf und der Cliffhanger mit den letzten paar Worten der Geschichte ist auch nicht wirklich gelungen.