Kriminalhauptkommissarin Liz Hauser ist nach fünfundzwanzig Jahren in ihre Heimat im Südschwarzwald zurückgekehrt. Es ist ihr erster großer Einsatz, als im Wald beim kleinen Ort Bregau ein Toter gefunden wurde. Es handelt sich um den Revierförster Paul Fritsch, der vor dem großen Harvester liegt. Schnell stellt sich heraus, dass es kein Unfall war. Mit ihrem Kollegen Andreas Brummer befragt sie die Bewohner des Ortes. Zunächst scheint es, als wäre Fritsch allseits beliebt gewesen, doch schon bald stellen die Kommissare fest, dass es im Dorf Konflikte zwischen Umweltschützern und den alteingesessenen Bauern und Jägern gibt. Der Förster stand zwischen diesen Interessengruppen. Außerdem hatte er verschiedene Techtelmechtel, was seiner Frau bestimmt nicht gefallen haben dürfte.
Es ist ein eher ruhiger Krimi, der aber dennoch spannend ist.
Die Charaktere sind gut dargestellt. Liz muss einen Verlust verarbeiten und das kann sie am besten bei ihrem Pferd Lucy. Mit ihrem Kollegen Andreas ergänzt sie sich gut, obwohl oder gerade, weil er so anders ist als sie. Die Dorfbewohner sind nicht besonders erfreut über die Ermittlungen. Jeder hat seine eigenen Interessen. Die alte Anna Waldvogel hat etwas gesehen, aber sie scheint auch etwas verwirrt. Warum aber wird sie dann angegriffen?
Die Vorsitzende der Bürgerinitiative Bannwald Kirsten Schubert möchte ein Naturwaldprojekt durchsetzen, was die Waldbesitzer auf die Palme bringt, denn sie sehen ihre Einnahmen gefährdet. Auch für Leo Bauer ist es wichtig, dass sein Harvester immer läuft. Im Schwanen von Karin Zumhauser gibt es zu dem Thema kontroverse und lautstarke Diskussionen.
Mit dem Holzrücker Stephan Wasmer unterhält sich Liz besonders gerne und erfährt von ihm auch einiges über den Toten. Der hat zu dem Thema Bannwald seine eigene Meinung, was seinem Chef wohl nicht gefallen hat.
Liz und Andreas müssen sich also mächtig ins Zeug legen, denn es gibt eine ganze Reihe von Verdächtigen, aber keine belastbaren Hinweise.
Ein spannender Krimi, der mir gut gefallen hat.