Ein ruhiges Buch über wichtige Themen
Werbung | RezensionsexemplarLiebe.Familie.Zuhause.Ein sehr ruhiges, unaufgeregtes und emotional tiefgehendes Buch.Mit "Nach Hause kommen" ist dem Autor Per Petterson ein faszinierender Roman gelungen, der durch seine feine und ruhige Sprache die inneren Konflikte und zwischenmenschlichen Spannungen intensiv herausarbeitet.Die Handlung selbst kommt ohne große Dramatik aus. Gerade die leisen Töne sind die große Stärke dieser Geschichte. Im Mittelpunkt stehen Liebe, Familie und die Frage, was Zuhause eigentlich bedeutet. Es geht um Entscheidungen, Sehnsüchte und Emotionen, die nicht immer einfach zu deuten sind. Vor allem die inneren Konflikte verleihen der Geschichte eine spürbare Intensität.Die Charaktere wirken wie aus dem Leben gegriffen. Durch sie kommen ganz unterschiedliche Emotionen und Themen zum Vorschein: Liebe und Verliebtsein, Familie und Ursprungsfamilie, aber auch Resignation, Sehnsucht und Einsamkeit und schlussendlich die Frage, was Zuhause eigentlich bedeutet. Mich hat dabei besonders die Frage beschäftigt, was wirkliche Nähe ausmacht. Ganz gleich, ob in Elternschaft, Freundschaft oder Partnerschaft, ob bloßes Anwesendsein genügt oder ob es vielmehr darum geht, einander wirklich wahrzunehmen, einander zu sehen und eine tiefe Verbundenheit miteinander zu spüren.Für mich ist "Nach Hause kommen" ein leiser und tiefgehender Roman, der viele Fragen aufwirft und keine leichten Antworten liefert. Ich fand diesen Roman sehr stark und deswegen gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.Vielen herzlichen Dank an den Hanser Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon wie immer unbeeinflusst.