Im dritten Band der Reihe geht es ein letztes Mal in die Provence, ein letzter Sommer zwischen den Lavendelfeldern und diesmal geht es um die jüngste der drei Geschwister, Margaux. Sie möchte als Sängerin groß rauskommen, reist deshalb in ein Songwriting Camp und trifft dort Oskar wieder. Oskar, der ihre große Liebe war, bis sie sich von ihm getrennt hat. Oskar, der mittlerweile seinen Traum lebt und ein bekannter Sänger ist.
Ich habe mich riesig darauf gefreut, nochmal in die Provence zurückzukehren und Maggie zu begleiten. Mit ihr wird das Thema Mental Health in der Geschichte aufgegriffen, durch ihr ADHS ist sie sehr sprunghaft und impulsiv, kämpft mit den Kommentaren anderer und mit ihrer Selbstakzeptanz. Ich finde es sehr gut, dass diese Themen auch in der Buchwelt einen Platz finden, die Autorin schafft es, dass man sich darauf einlässt und auch, wenn Maggie an der ein oder anderen Stelle sehr negativ mit sich selbst umgeht und sehr von ihren sprunghaft Gedanken geprägt ist und man als Lesende vielleicht denkt, sie ist einem in dem Moment too much, finde ich, dass es gerade dadurch zu dieser Repräsentation kommt und genau so darauf aufmerksam gemacht werden kann. Das finde ich, hat die Autorin sehr gut umgesetzt und gerade durch die Entwicklung, die Maggie über die Handlung hinweg macht, zeigt, dass auch diese Menschen, die einem vielleicht manchmal zu viel sind, eben aber nur genau das sind: Menschen wie alle anderen auch.
Oskar mochte ich auch sehr gerne, er ist der perfekte book boyfriend, sehr rücksichtsvoll und jemand, der sich ein eigenes Bild von einer anderen Person macht, unabhängig von dem, was andere sagen.
Ihre Liebesgeschichte fand ich im Vergleich zu den anderen beiden Bänden leider ein wenig schwächer, doch trotzdem war der second chance trope gut und glaubwürdig umgesetzt. Besonders habe ich mich über das Wiedersehen mit den Pärchen aus den anderen beiden Bänden gefreut, so bildet die Geschichte nochmal einen runden Abschluss für die Reihe.
Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr angenehm zu lesen, durch die wechselnden Perspektiven und auch die kurzen to do Listen war die Geschichte abwechslungsreich und man hat die Handlung gerne verfolgt.
Insgesamt ist das Buch zwar nicht mein liebster Band der Reihe geworden, doch trotzdem ist das Buch aufgrund der Themen rund um die Protagonistin definitiv lesenswert. Ich vergebe 3,5 Sterne.