ein schöner Italienroman mit Tiefgang
"Ich habe in meinem Leben eines gelernt: sich die schönen Dinge nicht immer für später aufzuheben. Jeder Tag ist es wert, die guten Dinge zu tragen. Denn man weiß nie, wie lange man noch hat." (Zitat S. 194)"Wiedersehen mit mir selbst zwischen Pasta und Limoncello" ist von Melanie Pignitter geschrieben und im Verlag GU erschienen. Es gibt zwar einen Vorgängerband, aber man kann beide Teile unabhängig voneinander lesen.Lena ist eine Frau, die mitten im Berufsleben steht und stark gefordert wird. Zugleich muss sie der 14jährigen Tochter gerecht werden. Lena ist erschöpft und steht kurz vor einem Burnout. Ihre Freundin Eva, die ich aus Teil 1 kannte, erkennt dies und schickt sie mit ihrem VW-Bus Berta auf Reisen. Lena lässt sich zu diesem Urlaub überreden, wenn auch anfangs etwas widerwillig. Auf geht's nach Italien...Auch diesmal handelt es sich um einen Urlaubsroman, der mit positiven Gedanken und Affirmationen bereichert wird. Die Kapitel sind diesmal etwas länger als beim ersten Teil. Ansonsten ist der Schreibstil sehr ähnlich. Er liest sich unterhaltsam und humorvoll und enthält wertvolle Botschaften.Ein wenig hat es mich aber gestört, dass der Inhalt sehr an Teil 1 erinnert und dem Vorgänger sehr ähnelt. Allerdings habe ich die beiden Bücher auch direkt nacheinander gelesen. Beim Lesen kam wieder viel italienisches Flair auf. Der Roadtrip war unterhaltsam und auch diesmal sind wieder viele schöne Affirmationen enthalten. Dabei geht es um Selbstliebe, Achtsamkeit und den Mut zum Neubeginn. Also ein unterhaltsamer Roman mit viel Tiefgang.Zum Abschluss ein Zitat von S. 158: "So ein Tiefpunkt ist gar keine schlechte Sache, denn er ist meist der Wendepunkt. Erst wenn der Schmerz groß genug ist, beginnt der Mensch sich zu verändern."