Charmant-chaotisch, Inspektor Marcel Vermeylen? Ja, vielleicht. Aber er kann auch ganz trefflich den Elefanten im Porzellanladen geben. Das stellt er in diesem neuen Fall erneut unter Beweis. Einem Fall, in dem es an Kompetenzgerangel, Machtmissbrauch, schierer Unfähigkeit ganz gewiss nicht mangelt. Da werden Frauen ermordet, übertötet. Erst erdrosselt, dann so grausam erschlagen, dass von ihren Gesichtern nichts mehr übeigbleibt. Die Frauen haben alle, so scheint es zunächst, mit der Europäischen Kommission zu tun, weshalb man flugs eine Sonderkommission mit eben diesen europäischen Vertretern bildet und der föderalen Polizei nur die Rolle der Beobachter zuspricht. Während diese Kommission einer abenteuerlichen These nach der nächsten hinterher hechelt, verfolgt Marcel einen anderen Weg, überschreitet dabei aber soviel Regeln und Grenzen, dass er vom Fall abgezogen wird. Während er trotzdem am Fall dranbleibt, entwickelt sich abseits dieses Geschehens eine ganz andere Gefahr. Flott erzählt, mit Humor gewürzt, voller Fettnäpfchen, in die Marcel unverdrossen hineintappt, entwickelt sich, trotz der Morde, eine vergnügliche Geschichte, die am Ende allerdings etwas zu unvermittelt abbricht.