Inhaltsangabe: Edinburgh, 1902: Grimalkin ist ein viktorianischer Hauskater, der eine außerordentliche Beobachtungsgabe besitzt. Durch einen unglücklichen Vorfall stirbt er, doch zum Glück hat er seine neun Leben nicht verbraucht. Deshalb wird er zur Geisterkatze und darf mit seinen verbliebenen Leben zum Zeitzeugen der folgenden 120 Jahre werden. Unsichtbar streift Grimalkin umher und bringt in seiner unvergleichlichen Erzählung Enthüllungen über unsere banale menschliche Existenz, den unaufhaltsamen Lauf der Zeit sowie die wahre Größe der Katzen ans Licht. Rezension: Dieses Buch ist ungewöhnlich. Ich brauchte ein paar Kapitel, bis in komplett in dem Buch angekommen bin. Die Geschichte ist durch die einzelnen Geisterleben des Kater mal sehr schnelllebig und chaotisch, mal gibt es ruhigere, emotionalere Momente. Man muss sich auf den schnellen Wechsel einlassen und durch einzelne Elemente findet sich ein dezenter Roter Faden, der die Kapitel miteinander verknüpft. Es gibt auch sehr tiefgründige Momente mit Kater Grimalkin, der öfter mal seine viktorianischen Gewohnheiten bzw. Ansichten neu überdenken muss. Die Geschichte zeigt beeindruckend die wichtigsten geschichtlichen Ereignisse und Erfindungen. Es ist zwar recht komprimiert, doch auch sehr Unterhaltsam. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und manchmal wollte ich es auch gar nicht aus der Hand legen. Alex Howard hat es wunderbar geschafft die Verhaltensweisen einer Katze wiederzugeben und hat sie sehr humorvoll eingebaut. Ich habe tatsächlich meine eigenen Mietzen in manchen Momenten wiedererkannt. Alles in allem ein schönes Buch für zwischendurch und sticht mit seiner Liebe zu Schottland, vor allem Edinburgh, herraus. Fazit: Ein tolles Herbst-Buch für zwischendurch, egal ob Katzen-Fan oder nicht.