eine Kriminalgeschichte, kein spannender Krimi, sehr atmosphärisch mit gut gezeichneten Figuren
Eine Handlung, die unterhält, nicht anstrengt.Comissario Montalbeno soll sich einen festlichen Anzug machen lassen. Seine Verlobte hat bereits alles in die Wege geleitet und lässt ihm keine Ruhe. Unwillig lässt er sich darauf ein, und ist von Elena, der Schneiderin, beeindruckt. So harmlos beginnt die Geschichte und wird dann zunehmend intensiver. Schiffe , überfrachtet mit Flüchtlingen und deren Schicksalen, Querelen mit den Vorgesetzten und Kollegen, bieten schon einen anstrengenden Alltag.So bleibt ihm kaum noch Luft, das Verbrechen, das an der Schneiderin begangen wurde, und für allgemeine Erschütterung und Betroffenheit sorgt, aufzuklären. Sehr einfühlsam und mit Verständnis für die Mentalität anderer Nationalitäten leitet Montalbeno die Ermittlung, Etwas Zeit bleibt ihm für ausgiebige Mahlzeiten und Spaziergänge zur Konzentrationsförderung.Seine Figuren haben , jeder für sich, eine durchgängig geschilderte Persönlichkeit, mit besonderen Eigenheiten, das macht sie sehr nahbar.Erzählt wird eher plaudernd, als in literarischer Form. Passend zur Landschaft und zur Mentalität .Fast gemütliche Lektüre, wäre da nicht das Verbrechen mit seiner Vorgeschichte. Aber auch hier geht der Autor nicht zu sehr ins Detail, und zeigt Verständnis für die Täter. Tierliebe gibt es obendrein. Zufrieden lege ich das Buch zu Seite, das auch ein schnelles Lesen verzeiht.