Piemur ist Lehrling in der Harfnerhalle in Fort. Da er eine so reine und hohe Stimme hat, darf er immer die Frauenparts in den Liedern singen. Bis zu dem Tag, in dem er in den Stimmbruch kommt und gar nicht mehr singen kann. Meister Robinton nimmt ihn als seinen persönlichen Lehrling auf, mit der Auflage, dass Piemur die Schlagfolgen in den Trommelhöhen lernt.
Der Junge stürzt sich im Enthuisasmus auf seine neue Aufgabe, da er weiß, dass er mehr als nur ein Trommler wird. Meister Robinton setzt ihn auch für spezielle Botengänge ein und er darf die beiden Gesellen Sebell und Menolly bei Aufträgen begleiten.
Doch die Mit-Lehrlinge in den Trommlerhöhen machen ihm das Leben schwer bis zu einem dramatischen Streich, der Piemur leicht hätte sein Leben kosten können ...
Ein Piemur-Roman! Das war meine erste Reaktion, als ich den Klappentest las. Ich liebe diese Figur und bin mehr als glücklich darüber, dass McCaffrey ihm einen eigenen Roman mit seiner Vorgeschichte gegönnt hat. Piemur, der Naseweiß, der immer alles besser weiß. Piemer, der, um Sebell zu zitieren hier, einfach nur ein gewaltiges Ohr ist.
Mir blutete das Herz, als ich über das Mobbing las, dem Piemur ausgesetzt ist in den Trommlerhöhen. Ich glaube, ich erwähnte das bereits in früheren Rezensionen, ich war während meiner Schulzeit selbst ein Mobbingsopfer - über Jahre hinweg. Heute bezeichne ich diese Zeit als meine persönliche Hölle. Und nein, man könnte mir Geld dafür zahlen, ich würde nie im Leben zu einem Klassentreffen erscheinen. Ich schlug drei Kreuze, als ich aus dem Loch von Schule heraus war damals.
Piemur hat es mit seinen Mit-Lehrlingen alles andere als einfach. Erst entleeren sie ihre Därme über seine Sachen, dann fetten sie die Stufen zwischen den Höhen und der Harfnerhalle ein, damit er stürzt - und Piemur stürzt. Das ganze hätte auch tödlich ausgehen können, aber daran dachten diese ... Typen offensichtlich nicht. Dabei hat Piemur sie nicht einmal verpetzt, nachdem Gerüchte aufkamen, er würde Geheimnisse preis geben. Wirklich, mir blutete das Herz und ich war mehr als erleichtert über Robintons Entscheidung, den Jungen von da fort zu holen.
Und dann begann das große Abenteuer, durch dass ich Piemur damals kennenlernte: Seine unfreiwillige Reise zum Südkontinent. Herrlich, wie er sich dort durchschlug und überlebte. "Piemur von Pern", der war so göttlich, dass ich laut lachen musste. Ich wünschte wirklich, dieser Abschnitt des Romans wäre länger gewesen, es war so köstlich, Piemur zu begleiten, wie er erst seine Feuerechse und dann Dummkopf trifft.
Ein amüsanter kleiner Roman, der die ganze Situation herrlich auflockert. Als Leser spürt man die Bedrohungen von allen Seiten, man weiß durch frühere Werke, was gerade vor sich geht. Doch Piemur mit seiner unerschöpflichen Energie und Zuversicht macht das alles wett und man genießt einfach nur.