Spannender Jugend-Thriller mit hohem Tempo und Insel-Setting. Keine große Tiefe, aber fesselnd ¿ Vicky ist sympathisch, Ende rund gelungen.
Arno Strobels Jugend-Thriller "Schlussakt" ist ein echter Pageturner, der sich wunderbar flüssig weglesen lässt. Die Handlung ist so spannend wie makaber: Die 50 besten Teilnehmer einer Casting-Show reisen auf eine einsame Insel, um den Sieger zu küren - doch selbst als eine Teilnehmerin unter mysteriösen Umständen stirbt, laufen die Kameras einfach weiter. Wir erleben das Geschehen hautnah mit Vicky, die eher durch Zufall in den Wettbewerb geraten ist. Ihre Art ist fast schon zu gut für dieses Haifischbecken; statt verbissen ihre Songs zu üben, unterstützt sie lieber ihre Konkurrenten. Auch wenn man sie als Leser manchmal schütteln möchte und sich fragt: "Mensch Mädchen, was tust du da eigentlich?", bleibt sie eine sympathische Identifikationsfigur, mit der man bis zum Schluss mitfiebert. Zusätzliche Gänsehaut garantieren die geheimnisvollen Einschübe aus der Sicht einer unbekannten "Sie", die das Rätselraten ordentlich anheizen. Wer keine tiefschürfende Psychostudie, sondern packende, kurzweilige Unterhaltung sucht, bekommt hier eine Geschichte geliefert, die am Ende alle Fäden logisch verknüpft und den Leser absolut zufrieden zurücklässt.