Band 1 war stärker, aber ich liebe diese Reihe!¿¿
Inhalt: Im Whitestone Hospital kommt es zu einem verheerenden Unfall - und alles steht für einen Moment still. Dr. Sierra Harris ist mit die Erste vor Ort und gibt alles, um ihre Kollegen zu retten. Doch, es sind nicht nur irgendwelche Kollegen - ausgerechnet Mitch Rivera ist unter den Verletzten und genau das reißt ihr kurz den Boden unter den Füßen weg. Ihr Kollege, mit dem sie vor Monaten als Assistenzärztin angefangen hat und sie ständig nervt, aber leider auch gut unterhält und zum Lachen bringt. Sierra versucht den Unfall und ihn nicht zu nah an sich heranzulassen, denn ihr großes Ziel ist es, eine Top-Herzchirurgin zu werden. Sie will die Beste sein und kann sich keine Ablenkungen leisten. Auch nicht von dem gutaussehenden, witzigen Mitch, der sich längst in ihre Gedanken geschlichen hat - und in ihr Herz...¿Meine Meinung:Nach der Sache in Band 1 war ich mir nicht sicher, ob Sierra mir wieder sympathischer wird. Daher war da eine gewisse Unsicherheit bei mir, wie ich zu ihr und Mitch stehe. Doch sie haben es beide geschafft - ich bin wieder großer Fan von ihnen!¿Ich fand den ersten Band etwas stärker, Band 2 konnte mich aber dann doch mit ins Chaos reißen. An manchen Stellen, hat sich die Story etwas gezogen, weil es immer wieder dasselbe war. Sierra und Mitch kommen sich näher und sie zieht wieder ihre Mauern und ihr Schutzschild hoch. Mitch ist schon lange in sie verknallt und Sierra ist einfach nur genervt von ihm. Zumindest redet sie sich das ein. Sie ist die meiste Zeit eher grumpy und immer darauf bedacht, Abstand zu allem und jedem zu halten. Nur, dass sie das nach und nach nicht mehr schafft und weich wird, wenn es um ihre Kollegen und Freunde geht. Mit Laura versteht sie sich sehr gut und ist gut mit ihr befreundet und nun freundet sie sich auch mit Maisie und Jane an.Sierra kämpft still für sich mit Konflikten zuhause und sich selbst. Mitch hingegen ist immer locker drauf und reißt gerne Witze. Er ist sehr herzlich zu jedem und lässt sich durch nichts unterkriegen. Die beiden sind perfekte Gegensätze. Während die beiden im Whitestone arbeiten, geraten sie immer wieder in Extremsituationen, die sie herausfordern. Sie haben Albträume, träumen von dem Unfall und haben Angst. Es lässt sie einfach nicht los. Dieser Unfall hat beide für sich geprägt und leitet eine große Entwicklung ein. Sierra und Mitch kommen sich immer wieder näher, aber schrecken dann doch wieder zurück. Ihre Beziehung besteht aus Annäherungen, tiefen Blicken und herzerwärmenden Küssen. Bis sie wieder Rückschritte machen und sich entweder verkriechen oder sich Dinge an den Kopf werfen, die sie gar nicht so meinen. Eine bessere Kommunikation und Ehrlichkeit zwischen den beiden hätte so manche Probleme abgekürzt¿Ich finde das Miteinander der beiden wirklich süß. Beide sind dem anderen verfallen, necken sich aber trotzdem gerne. Sie sorgen sich unfassbar umeinander (auch wenn sie es nicht gern zugeben¿) und gerade die Rücksichtnahme am Ende hat mich sehr gerührt.¿¿Mir hat der Alltag im Krankenhaus wieder sehr gefallen. Die Fälle und OPs, der Klatsch und Tratsch und natürlich die leicht skurrilen aber lustigen Patienten in der Notaufnahme. Es war total realistisch und ich habe mich wirklich gefühlt, als würde ich im Whitestone arbeiten und alles mitkriegen. Ich finde es gut, dass hier auch der Fachkräftemangel thematisiert wurde und auch die medizinischen Fachbegriffe wieder verständlich eingebaut werden. Das Glossar am Ende hat wieder sehr geholfen.¿Ich fand es richtig toll, dass wir hier dennoch sehr viel über Laura und Nash erfahren und auch mitkriegen, wie es bei den beiden weitergeht, auch wenn Sierra und Mitch im Vordergrund stehen. Auch wenn mich dieses hin und her zwischen Mitch und Sierra etwas genervt hat, verstehe ich Sierra jetzt ein bisschen besser und auch ihre Art. Wir konnten hier viel über Sierra erfahren und warum sie so ist wie sie ist (oder war¿). Durch den Alltag und die Patienten war es durchweg spannend und auch wie die beiden mit dem Unfall und den Narben umgehen, hat für Spannung gesorgt. Auch wenn ich am Anfang noch nicht ganz so überzeugt war, konnte mich das Buch auf seine Art fesseln und ich bin schon gespannt wie's weitergeht.¿Wie auch den ersten Teil kann ich dieses Buch allen empfehlen, die auf Grey's Anatomy oder generell Krankenhaussetting stehen.¿¿