Rezension
Ich muss gestehen: Diesmal fällt mir diese Rezension nicht leicht. Irgendwie konnte mich die Geschichte nicht richtig packen. Mit jedem Band tue ich mich etwas schwerer mit der Reihe, die für mich wirklich stark begonnen hat.
Gwen steht vor einem großen Problem: Die iSkate kündigt ihr den Platz und das, obwohl sie definitiv Talent hat. Ihre einzige Chance, weiter Eiskunstlauf zu betreiben, ist der Paarlauf. Ausgerechnet mit Oscar, dem Neuen in Aspen, mit dem sie bereits eine ziemlich skurrile erste Begegnung hatte.
Auch Oscar trägt sein eigenes Päckchen mit sich herum. Er wuchs auf den Straßen von New York auf und brachte sich das Eislaufen auf einem zugefrorenen See im Central Park selbst bei. Durch einen glücklichen Zufall wurde er entdeckt, später adoptiert und lebt nun in Aspen inklusive Trainingsplatz bei der iSkate.
Natürlich prallen hier zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander. Oscar muss sich erst an sein neues Leben gewöhnen: ein warmes Zuhause, regelmäßige Mahlzeiten und Eltern, die sich um ihn sorgen. Gleichzeitig kämpft er mit seiner Vergangenheit und seinen Vorurteilen gegenüber den Rich Kids obwohl er inzwischen selbst dazugehört.
Gwen mochte ich im ersten Band wirklich gern. Sie war offen, quirlig und sympathisch. Hier ging sie mir allerdings zunehmend auf die Nerven. Ihre ständigen Gedankenspiralen waren für mich irgendwann anstrengend, auch wenn ich recht früh den Verdacht hatte, dass mehr dahintersteckt. Gleichzeitig konnte ich kaum nachvollziehen, dass niemand in ihrem Umfeld bemerkt, dass es ihr nicht gut geht.
Oscar hingegen mochte ich sehr. Er ist ein Kämpfer, hat sich nie unterkriegen lassen und wirkt trotz seiner schwierigen Vergangenheit authentisch. Seine Entwicklung und seine Annäherung an die Bewohner von Aspen haben mir deutlich besser gefallen.
Leider muss ich sagen, dass mich die Reihe mit jedem weiteren Band etwas weniger fesselt. Für mich bleibt Band 1 bislang der stärkste der Reihe. Trotzdem bin ich gespannt, was die nächsten Bände noch bereithalten.