Wenn ich ein Buch in wenigen Tagen zu Ende lesen, ist das immer ein gutes Zeichen. Hier ist es die Gecshichte aus der Perspektive eines kleinen Ruhrpott-Jungen in den60er Jahren. Eine scheinbar idyllische Kleinhäusersiedlung, in der die Erwachsenen aber "selten miteinander befreundet sind". Dazu kommt für Bernhard der Stress mit seiner jähzornigen Mutter, dem Pastor oder den Hoster Jungs. Und dass man erst von einem Sitzenbleiber in der ersten Klasse des katholischen Gymnasiums aufgeklärt wird, ist mehr als ärgerlich. Zum Glück gibt es noch die Abenteuer mit seinen Freunden, an der Ruhr, auf der Kohlen-Schlackehalde, beim Musikhören oder auf der ersten Party. Auch die WM 1966 und die Mondlandung sind schöne Momente mit der Familie. Weihnachten dagegen weniger. Das Ganze ist wunderbar lebhaft geschildert, leicht zu lesen und trotzdem ansprechend. Ein lesenswerter Roman.