The Stranger Times liefert wieder göttliche Unterhaltung.
Wir haben es ja schon immer gewußt, zumindest diejenigen unter uns die regelmäßig die außergewöhnlichste Zeitung von Manchester lesen, The Stranger Times. Manchester hat die höchste Rate übernatürlicher Vorkommen auf dem Planeten. Warum? Weil hier das Himmelsgewebe dünner ist, wie nirgendwo sonst auf Erden. "Der Punkt ist: Jahrzehntelang habe ich mich abgerackert und dafür gesorgt, dass so etwas nicht passiert. Dann haut irgendwer eine Abrissbirne in das Gewebe von Zeit und Raum, und nun muss sich jemand um die Trümmer kümmern." S. 60Wir sind also wieder in der Redaktion der Stranger Times gelandet. Diesmal geht es im 5. Band der Reihe von C. K. McDonnell um Geister, die vielleicht oder vielleicht auch nicht, Geister sind. Um einen wildgewordenen Gott und um ein Buch, welches bei einem Buchclubtreffen entfesselt wird. Hm, ja auch Banecroft wird die Bekanntschaft mit besagtem Buch machen. Die Charaktere sind wieder sagenhaft gezeichnet, egal ob Altbekannt oder Neu. Das Übernatürliche läßt keine Wünsche offen, es ist strange, eingebildet, überheblich und fast nicht zu bändigen. Und doch fehlt mir so etwas der drive von den ersten zwei Büchern. Es gab mir so im Mittelteil das Gefühl, zuviel. Es wirkte etwas überfrachtet. Der Schluß allerdings war wieder ganz Banecroft Manier. Übrigens erfahrt ihr hier sehr viel über Manny, dem Druckergenie und Rastafari. Ring the Bells, Nicht jede Bescherung ist ein Geschenk (bitte wörtlich nehmen) hat mich wieder abgeholt und mitgerissen. In der Mitte etwas verloren um dann beim Showdown wieder voll dabei zu sein. Für alle die Fans dieser Reihe sind und für alle die es noch werden wollen, wünsche ich ein göttliches Lesevergnügen. Ach ja, das Buch muss nicht zwingend an Weihnachten gelesen werden.