Cosy Crime mit viel Spannung
Privatdetektivin Ellen möchte mit der Tochter ihrer Freundin, Macy, auf einem Hof in der Eifel ein Abenteuerwochenende zu verbringen. Dort werden Schmugglertouren, wie sie früher üblich waren, angeboten. Doch ehe die Spiele für die beiden richtig beginnen, wird die Veranstalterin tot aufgefunden. Überraschend stellt sich heraus, dass Ellens ehemalige große Liebe Bernd, der Hofbesitzer, als Tatverdächtiger gilt. Das kann Ellen nicht glauben und beginnt eigenmächtig zu ermitteln. Auch Macy versucht den Fall auf ihre Art zu lösen. Das gefällt dem Kriminalhauptkommissar Max, der mit Ellen liiert ist, natürlich gar nicht. Es gibt so viele verschiedene Spuren, dass der Fall immer verworrener wird. Viel Lokalkolorit Dies ist bereits der zweite Fall, in dem Ellen Engels verwickelt ist. Man kann dieses Buch aber gut ohne Vorkenntnisse lesen, da alle relevanten Informationen, die dazu nötig sind in diesem Buch wiederholt werden.Die Handlungsorte, die hauptsächlich in der Eifel spielen, aber auch kurz in benachbarte Länder führen, sind alle gut beschrieben und man kann sich die Örtlichkeiten sehr gut vorstellen. Der Schreibstil der Autorin liest sich flüssig.Ausführlich wird erklärt, wie stark diese Regionen früher in Schmugglergeschäfte verwickelt waren. Daraus hat sich dann die Idee entwickelt, geführte Schmuggeltouren als Abenteuer anzubieten. Die Beschreibungen sind interessant und man überlegt als Leser, eventuell selbst mal so ein besonderes Abenteuer zu erleben. Jede Menge Verdächtige und Tatmotive Im Leseverlauf werden eine große Anzahl Tatverdächtiger bekannt und jeder für sich hätte ein eigenes Motiv, die Eventmanagerin Vanessa umzubringen.Trotzdem verliert man nicht die Übersicht. Denn die Autorin lässt den Fall immerzu durch Ellens Gedanken laufen und alle wichtigen Details dadurch wiederholen. So bekommt der Leser immer wieder updates seiner Gedanken und kann für sich selbst abwägen, wer wohl der Täter ist. Tatsächlich bleibt der Fall bis zum Ende und zur Auflösung spannend. Ellen sehr sympathisch Ellen ist eine angenehme Hauptprotagonistin, ebenso wie der Hauptkommissar Max. Auch Macy mag man, zumindest die meiste Zeit, denn ab und an kann sie mit ihrem Verhalten nervig werden kann.Die anderen Beteiligten auf dem Hof konnten bei mir jedoch keine Sympathien hervorrufen. Sie wirkten allesamt seltsam und man kann sie so gar nicht einordnen. Dies begünstigt natürlich, dass man als Leser alle unter Generalverdacht stellt. Fazit: Ein ausgeklügelter Cosy Crime, der den Leser zum aktiven Miträtseln geradezu einlädt und seine Spannung bis zum Ende wahren kann.