Meine Meinung
Der Autorin ist mit Tödliche Eifelpfade ein Cosy Crime mit viel Lokalkolorit und einer sympathischen Privatermittlerin bestens gelungen.
Ellen Engels ist Privatdetektivin und verbringt mit ihrer Nichte Macy ein Wochenende auf einem Hof, der Schmugglerspiele anbietet. Was zunächst als Spiel und Spaß konzipiert ist, wird rasch ernst, denn die Veranstalterin der Schmugglerrouten wird tot aufgefunden. Ellen Engels ist zwar aufgrund des Wiedertreffens eines einstigen Schwarmes von ihr emotional zu nahe am Geschehen, doch sie lässt sich nicht beirren und nimmt neben der Polizei die Ermittlungen auf. Dabei stößt sie auf ein Gewirr an Machenschaften, Lügen und alten Feindschaften, was ihr die Suche nach den Tätern nicht gerade erleichtert.
Der flott und spannend geschriebene Cosy Crime wartet neben einem nicht allzu blutrünstigen Todesfall mit jeder Menge Twists und damit Verdächtigen auf, sodass ich ständig am Rätseln war, wie alles zusammenhängen könnte. Für mich war zumindest einmal jede Person des Krimis unter den Verdächtigen und so konnte mich die Autorin an der Nase herumführen, bis sich schließlich mit einem schlüssigen Ende alles aufklärte.
Was ich an diesem Krimi besonders mochte, war die intensive Schilderung der lokalen Gegebenheiten so nahe an der Grenze zu Luxemburg und Belgien. Dadurch ergaben sich mit den Schmugglerspielen noch zusätzliche interessante Punkte in der Krimihandlung. Ich habe auch ein paar Mal die örtlichen Gegebenheiten mit den realen Ortschaften auf der Karte abgeglichen, da ich diese Ecke Deutschlands gar nicht kenne, aber mit der Schilderung im Buch darauf neugierig wurde. Das wäre vielleicht sogar eine Urlaubsdestination für mich!
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem spannend zu lesenden, gut aufgebauten Cosy Crime mit viel Regionalbezug ist, dem sei Tödliche Eifelpfade bestens empfohlen. Für mich war es kurzweilige Krimiunterhaltung, die Lust macht, diese Ecke Deutschlands selbst zu erkunden - jedoch bitte ohne Kriminalfall!