Spirit Lake wurde vom Autoren Christopher Ross geschrieben. Das Buch ist am 10.06.2016 im Baumhausverlag als Gebundene Ausgabe erschienen. Als erstes präsentiere ich euch diesmal den Klappentext, denn er war neben dem Cover und meinem Interesse, der ausschlaggebende Punkt für den Kauf des Buches. Der Klappentext: Neuer Name.Neue Identität.Neues Leben. Nachdem ihr Vater gegen einen Mafiaboss ausgesagt hat, werden Allie und er unter Zeugenschutz gestellt. Doch in ihrer neuen Heimat, des verlassenen Städtchen Spirit Lake ist nichts wie zu Hause. Überhaupt scheint die Stadt von einem unsichtbaren Schleider überzogen, nicht mal im Internet kann Allie etwas darüber finden. Und die Bewohner verhalten sich seltsam. Warum sprechen sie ständig über diesen Wendigo? Was hat es mit diesem mysteriösen Wesen auf sich, vor dem sich alle so fürchten? Als Allie den Inidianerjungen Chris kennenlernt, erfährt sie mehr über die legende des Wendigo und begreift, dass sie es mit einem übermächtigen Gegner zu tun haben. Meine Meinung zum äußeren Schein: Das Cover, der Name des Buches und dann der Klappentext, das alles ist ganz schön vielversprechend. Dann kommt auch noch mein Interesse an der Geschichte des Wendigos dazu. Ich habe vom Ihm tatsächlich das erste Mal in einem Spiel gehört und fand die Thematik super spannend. Als ich dann das Buch gesehen habe, war mir klar, ich muss es haben. Der Titel klang sehr vielverheißend und hat mir Hoffnungen auf mehr Wissen oder eine andere Legende über den Wendigo gemacht. Eine andere "Legende", wenn man es so nennen kann, bietet das Buch auch, allerdings ohne viel über den Wendigo preiszugeben. Meine Meinung zur Geschichte: Ich hatte zu Beginn viele Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Ich wollte das Buch schon nach den ersten 30 Seiten abbrechen, weil es sich so sehr gezogen hat. Alleine bei der Beschreibung des Flugzeugabsturzes bin ich regelrecht eingeschlafen. Das ist eigentlich ein Geschehen in dem die Spannung in die Höhe getrieben wird. Erst ungefähr nach 100 Seiten bin ich mit dem Schreibstiel und der Geschichte warm geworden. Für mich waren diese ersten 100 Seiten sehr lang und langweilig. Dann nahm die Geschichte immer weiteren ihren Lauf und wurde auch mal etwas interessanter. Dennoch war es schon da nicht das was ich von dem Buch erwartet habe. Je weiter ich also gelesen habe, desto öfter habe ich mich gefragt, was lese ich hier gerade? Manche Handlungen haben keinen Sinn ergeben und an anderen Stellen dachte ich mir, so kurz kann ein Tag nicht sein oder wie möchte Allie Geld verdienen, wenn sie die ganze Zeit nur unterwegs ist. Und dann kamen die Stellen bei denen ich mir dachte, das braucht das Buch nicht, das hätte man auch weglassen können. Der Autor hat damit versucht Spannung aufzubauen, was meiner Meinung nach nicht gelungen ist. Es kamen einfach nur neue Charaktere hinzu, was zu noch mehr durcheinander und Unsinn geführt hat. Dadurch wurde das Buch nur "unnötig" in die Länge gezogen. Allie hätte nicht zwingend auf die Frauen treffen oder mit ihrer alten Freundin schreiben müssen. Und dann kam das Ende. Wobei ich eher fragen müsste, welches Ende? Denn das Buch hat für mich kein Ende. Bis zur viertletzten Seite klang "das Ende" bzw. das Ende mit dem man als Leser rechnet noch ganz Okey. Es hat in die verrückte Geschichte gepasst. Doch für mich wurde das Ende und damit auch das ganze Buch durch die letzten 3 Seiten kaputtgemacht. Würde ich meine Bücher nicht so gerne haben, hätte ich das Buch deswegen am liebsten gegen die Wand geworfen und wäre auf ihm herumgesprungen. Ich habe mich an dem Tag so sehr darüber aufgeregt, wie lange nicht mehr. Wie ich schon erwähnt habe, habe ich mir von dem Buch auch eine Erweiterung meines Wissens über den Wendigo erhofft. Das hat es leider ganz und gar nicht gegeben. Durch den Klappentext habe ich meine Erwartungen diesbezüglich schon heruntergeschraubt, aber leider hat man im Buch so gar nichts über ihn erfahren, außer dass er Menschen isst - das wissen die meisten aber schon-, dass er im Winter unterwegs ist - das wissen auch die meisten- und in welcher Form er in dieser Legende auftritt. Der letzte Punkt war für mich das einzig neue. Die Personen die nichts über den Wendigo wissen, erfahren nur ganz kleine Bruchstücke, die man selber zusammensetzten muss. Ich finde, dass man neben dem Buch dann auch noch im Internet recherchieren muss, um sich einigermaßen ein Bild von dem Wesen zu machen, um das es "hauptsächlich" in diesem Buch geht. Und so etwas sollte meiner Meinung nach nicht notwendig sein. Die Sternebewertung: Mir war ab der hälfte des Buches klar, dass dem Buch maximal 3 Sterne geben werde, da für mich keine Spannung und zu viele Logikfehler vorhanden waren. Durch das grauenhafte "Ende" des Buches hat es von mir letzten Endes nur noch 2 Sterne erhalten. Ich bin ehrlich, ich würde das Buch nicht weiterempfehlen, da es mich sehr enttäuscht hat. Dennoch bin ich der Meinung, dass sicher jeder immer selber ein Bild von einem Buch machen sollte. Zudem scheint es ja auch Leser zugeben, die von diesem Buch hellauf begeistert waren.