Spannender als Band 1: Borkum, Naturschutz, dunkle Geheimnisse und Figuren, die mehr verbergen als man ahnt.
Mit Mordseestrand ist für mich eine rundum gelungene Fortsetzung entstanden, die mir sogar noch etwas besser gefallen hat als der erste Band.Besonders spannend fand ich diesmal den thematischen Schwerpunkt rund um den Naturschutz, insbesondere den Schutz der Sumpfohreule. Ein Thema, das nicht nur interessant eingebunden wurde, sondern der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Natürlich steht im Zentrum die Frage, was mit Jo Hammert passiert ist - und lange bleibt offen, ob überhaupt ein Verbrechen vorliegt oder ob alles vielleicht ganz anders ist als zunächst angenommen. Genau diese Ungewissheit hat für mich wieder einen großen Reiz ausgemacht.Bis zum Schluss bleiben einige Dinge im Dunkeln, die dann nachvollziehbar und stimmig aufgeklärt werden. Das hat dafür gesorgt, dass ich auch diesen Band nur schwer aus der Hand legen konnte.Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich allerdings erneut Jan Akkermann. Oder besser gesagt: sein Hintergrund. Wieder erfährt man kaum etwas über ihn, obwohl genau das für mich immer spannender wird. Ich hoffe sehr, dass sich das spätestens in Band 3 ändert, denn auf Dauer könnte es sonst schwierig werden, diese Geheimniskrämerei weiter spannend zu halten.Am Ende zeigt dieses Buch aber auch etwas sehr Menschliches: Dass selbst die Menschen, die wir zu kennen glauben, Geheimnisse in sich tragen - und dass wir oft nie wirklich wissen, wer jemand ist oder was ihm wirklich wichtig ist.Eine spannende Reise zurück nach Borkum, verbunden mit interessanten Einblicken in den Naturschutz und einer Geschichte, die auch zeigt, was Gier aus Menschen machen kann. Klare Leseempfehlung für Krimifans.