langweilig, langatmig, unglaubwürdig
Da ich zuletzt leider einige ziemlich schlechte Romane erwischt habe, holte ich mir einen Krimi von Eric Berg. Ich habe von ihm schon ein paar richtig gute Bücher gelesen. Dieses gehört leider nicht dazu. Es ist immer ein schlechtes Zeichen, wenn ich mich nicht auf das abendliche Lesen freue, sondern mich überwinden muss, das Buch in die Hand zu nehmen. Ich sagte mir immer wieder, das wird schon, Eric Berg ist gut. Leider wurde es nicht.Das lag zum Teil daran, dass ich die Grundidee ziemlich unglaubwürdig finde. Bei einem Geheimnisspiel schreibt ein Vierzehnjähriger, er wisse wer den Bolenda ermordet habe. Daraus soll dann dreißig Jahre später eine dramatische Mordserie unter den damaligen Mitspielern resultieren. Wahrscheinlich ist es möglich, so einen Plot glaubwürdig zu inszenieren. Herrn Berg ist es hier definitiv nicht gelungen. Seine Story mäandert ohne Spannungsbogen ziellos hin und her. Viele Figuren sind schablonenhaft und der Konflikt zwischen der Protagonistin Doro Kagel und ihrer Mutter ist hölzern.