"Sonne und Beton" erzählt von vier Jugendlichen, die einen heißen Sommer in Berlin-Gropiusstadt erleben. Lukas und seine Freunde Julius, Gino und Sanchez vertreiben sich die Tage zwischen Schulstress, Langeweile und dem Versuch, dem Alltag im Viertel zu entkommen. Aus einer scheinbar harmlosen Idee entsteht ein riskanter Plan, der alles verändern könnte: Sie wollen in ihre eigene Schule einbrechen, um wertvolle Computer zu stehlen, ohne zu ahnen, welche Folgen das haben wird.Der Roman zeichnet ein ungeschöntes Bild vom Aufwachsen in einer Hochhaussiedlung, in der Beton, Hitze, Straßencodes und Drogen den Alltag bestimmen. Mit direkter Sprache und viel Nähe zu seinen Figuren zeigt Felix Lobrecht Themen wie Frust, Gewalt, Loyalität und Freundschaft. Dabei entsteht ein ehrliches Porträt von Jugend, das nichts beschönigt, sondern die Realität so zeigt, wie sie ist.Ich war von dem subtilen Humor, der sich durch das Buch trotz des ernsten Themas zieht, überrascht. Ja, Felix Lobrecht ist ein Commedian, also hätte mich das eigentlich nicht wundern sollen, aber wie gesagt, das hätte ich bei dem Setting irgenwie anders erwartet.