»Die Anzahl der Versuche, fern der Klischees neues Interesse am heutigen, realen Tibet zu wecken, ist sehr übersichtlich. 2009 erschien ein Buch, das solches wagt, Alice Grünfelders Anthologie«Flügelschlag des Schmetterlings» (Unionsverlag), eine Sammlung von Erzählungen, Essays und Gedichten zeitgenössischer tibetischer Schriftsteller und Schriftstellerinnen aus Tibet, China und aus dem Exil. Hier offenbart sich ein facettenreiches Land, das eben nicht nur aus Mönchen besteht, sondern aus Menschen aus Fleisch und Blut und aus einer sich ständig verändernden Kultur zwischen Tradition und Moderne, die längst den Schimmer des Exotischen abgestreift hat und in der grellen Realität des Heute angekommen ist. Eines Heute, das von Youtube und Handys genauso geprägt ist wie von Unterdrückung und dem drohenden Verlust von Kultur und Sprache. « Birte Vogel, Neue Zürcher Zeitung
»Zusammen mit dem Nachwort der Herausgeberin Alice Grünfelder ist der Band eine hervorragende Einführung in die Gegenwart Tibets. « Rüdiger Sareika, Der Evangelische Buchberater
»Die Verfasser leben teils im Land, teils im Exil. Es sind berührende Texte von Tibetern auf dem Lande, in denen man sehr genau zwischen den Zeilen lesen muss, um deren subtile, für sie gefährliche Kritik an China herauslesen zu können. Anrührend schildern die im Exil Lebenden, wie sie unter diesem leiden und sich nach einer Annäherung an ihr Heimatland sehnen. « Deutsche Presseagentur dpa
»In allen Erzählungen werden stilistisch experimentierfreudig die Grenzen der Literatur ausgelotet, auch um sensible politische Themen nicht auszusparen. « Anna Gohl, Neues Deutschland
»Der Band, deutschsprachig der einzige seiner Art, vereint 13 vielfältige und kontroverse Texte von Autoren der jüngeren Generation aus Tibet und dem Exil. Die Erzählungen entstanden auf Chinesisch, Tibetisch oder Englisch und reflektieren allein darin die unterschiedlichen Quellen und Zuflüsse zeitgenössischer tibetischer Literatur. « www. dernewsticker. de
»Zwar ist Flügelschlag des Schmetterlings kein klassisches Tibetbuch, doch es vermittelt durch die Literatur einen intensiven Eindruck von der heutigen Gesellschaft; insofern ist es äußerst empfehlenswert. « Klemens Ludwig, Brennpunkt Tibet
»Die Erzählungen, Essays und Gedichte zeigen sehr eindringlich die Brüche, die sich nicht nur in der Kultur des Landes auftun. Längst ist nicht mehr nur der Kampf Tibets um Autonomie literarisches Thema – die Autoren, von denen viele im Exil leben, stellen vor allem die Frage nach Identität. So vielschichtig wie die Themen sind, ist auch die Tonart der Texte. « Anke Breitmaier, Associates Press
»Alice Grünfelder veröffentlichte einen kunterbunten Mix von tibetischen Kurzgeschichten. Es ist das erste Mal überhaupt, dass Texte von tibetischen Autorinnen und Autoren aus Tibet und dem Exil in einem Band vereint sind. So unterschiedlich die Lebensumstände der Autorinnen und Autoren sind, so verschieden sind auch ihre Geschichten. « Sandra Barry, Tibetfocus
»Die tibetische Literatur ist zum ersten Mal in ihrer aktuellen Breite versammelt. Hier sind eine Menge literarische Entdeckungen zu machen. « Martin Zähringer, Der Bund
»Bei aller Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit eine beachtliche Pionierarbeit, die Klischeevorstellungen korrigieren und unseren Horizont erweitern kann. « Thilo Götze Regenbogen, Chöker Zeitschrift des Tibethaus Frankfurt