Ekne Kindheit in Irland, geprägt von Armut
Frank kommt als kleines Kind in den 30er-Jahren mit seiner Familie von Brooklyn nach Irland.Die Familie ist arm. Richtig arm. Der Vater vertrinkt das Stempelgeld, die Mutter muss betteln gehen, um die Familie vor dem Verhungern zu retten. Frank wird schon in jungen Jahren überfordert und erlebt Schlimmes. Trotzdem erzählt er liebevoll von seinen Eltern.Der Vater ist ein Phantast. Er singt, er kennt viele Geschichten, die er am Feuer erzählt. Aber er ist auch alkoholkrank und lässt Frank und seine Brüder nachts Appell stehen und schwören, dass sie für Irland sterben werden. Und er versäuft alles Geld, selbst das Geld, das für das neue Baby gedacht war. Dennoch liebt Frank seinen Vater, auch wenn seine Gefühle ihm gegenüber ambivalent sind.Im Laufe der Jahre beobachtet er aber auch die Überforderung der Mutter, die ein Kind nach dem anderen bekommt und auch Kinder verliert.Tod, Schmutz, Ungeziefer und immer wieder Hunger werden von Frank aus der Sicht eines Kindes geschildert. Was einen wirklich sprachlos macht, ist die katholische Kirche, die viel Scham und Schuld erzeugt, aber wenig Hilfe für die ausweglose Situation der Familie bietet.Für mich war das Buch definitiv mein Jahreshighlight. Ich hatte es schon damals bei seinem Erscheinen gelesen, den Inhalt aber fast vergessen. Ich kann hier eine absolute Leseempfehlung aussprechen!