Schnell gelesen, spannend zum Schluss ¿ ein guter Thriller für zwischendurch mit starkem letzten Drittel.
Der große Hype um "Wenn sie wüsste" hat mich neugierig gemacht - also wollte ich wissen, ob das Buch hält, was es verspricht.Millie bekommt die Chance auf einen Neuanfang: Als Haushaltshilfe zieht sie bei einer wohlhabenden Familie auf Long Island ein - inklusive Kost und Logis. Doch schnell wird klar, dass hinter der perfekten Fassade einiges nicht stimmt. Hausherrin Nina verhält sich zunehmend manipulativ, ihre Tochter respektlos, und nur Ninas Mann Andrew scheint freundlich zu sein. Die Frage ist bald nicht mehr, ob jemand ein Geheimnis hat - sondern wer welches.Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, die Kapitel extrem kurz. Man rauscht nur so durch das Buch, was es perfekt für zwischendurch macht. Spannung baut sich langsam auf, vor allem, weil man viele Fragezeichen im Kopf hat. Die erste Hälfte fand ich allerdings noch nicht richtig spannend - die Plottwists werden eher "erzählt" als ausgespielt und erzeugen zunächst wenig Nervenkitzel.Richtig interessant wird die Geschichte erst mit dem Perspektivwechsel von Millie zu Nina. Ab diesem Punkt bekommt das Buch deutlich mehr Spannung, und plötzlich fügt sich vieles neu zusammen. Besonders das letzte Drittel hat mir richtig gut gefallen: Hier zieht das Tempo an, die Spannung steigt spürbar, und das Ende macht definitiv neugierig auf den zweiten Band.Fazit:<br data-start="2359" data-end="2362">Ein solider Thriller für zwischendurch: leicht zu lesen, gut konstruiert und mit einem starken Finale. Kein durchgehender Pageturner, aber sehr unterhaltsam - besonders zum Schluss.