Fuchs 8 ist ein naiver Träumer und lebt friedlich in den Tag hinein. Zu seinen Lieblingsbeschäftigungen gehört es, unter Fenstern zu lauschen, wenn Menschen ihren Kindern Geschichten vorlesen. Er ist sich sicher - Menschen und Füchse sind sich sehr ähnlich und könnten sogar Freunde sein. Denn Menschen sind fähig zu lieben, geben ihrem Nachwuchs sogar einen Gute-Nacht-Kuss, genau wie Füchse es auch mit ihren Jungen machen. Das gibt ihm Hoffnung für die ganze Welt. Voller Begeisterung für diese guten Wesen erlernt Fuchs 8 sogar deren Sprache.Als eines Tages Baumaschinen und Arbeitertrupps anrücken, um den Wald, in dem Fuchs 8 und sein Rudel leben, abzuholzen und ein Einkaufszentrum zu errichten, glaubt Fuchs 8 immer noch, dass Menschen und Füchse friedlich zusammenleben können. Auch wenn durch das ganze Planieren und Betonieren keine Mäuse und Insekten mehr zu finden sind und die Füchse zu verhungern drohen. Um das zu verhindern, will Fuchs 8 zusammen mit einem Freund im Einkaufszentrum nach Futter suchen. Dort muss er jedoch erleben, wie grausam Menschen sind. Er flieht und verliert nicht nur sein Zuhause und seine Freunde, sondern auch seinen Glauben an das Gute im Menschen. Mit den Worten eines Fuchses (bitte wörtlich verstehen, denn Fuchs 8 hat sich das Schreiben nur vom Hören der menschlichen Sprache selbst beigebracht) beschreibt George Saunders in "Fuchs 8", wie rücksichtslos der Mensch mit seiner Umwelt umgeht, welches Leid er dabei (in seiner direkten Umgebung) verursacht und es noch nicht einmal sieht. Dieses Büchlein habe ich in nur einer Stunde gelesen, aber ich weiß schon jetzt, dass es mir nachdrücklich in Erinnerung bleiben wird. Wir Menschen überdenken viel zu selten, welche Auswirkungen unsere Handlungen auf Natur und Umwelt haben und benehmen uns regelmäßig so, als würde uns die ganze Welt gehören. Da braucht es ab und zu einen Fuchs 8, der uns die Augen öffnet. Absolute Leseempfehlung für Groß und Klein. Auch als Schullektüre geeignet. Aber Achtung! Taschentücher nicht vergessen.