Intensive Atmosphäre, eine gebrochene Heldin und Slow-Burn-Romantik. Hat mich gepackt.
Thea ist eine echte Kriegerin - Pflichtgefühl, Disziplin, unzählige Kämpfe. Aber als sie den Tod eines Kindes nicht verhindern kann, zerbricht etwas in ihr. Die Schuld lässt sie nicht los und die Albträume auch nicht. Um diesem Grauen in ihrem Kopf zu entkommen, stürzt sie sich in eine Mission: Vier magische Artefakte wurden gestohlen und müssen zurück. Der härteste Kampf ist aber nicht der gegen Feinde von Außen, sondern der gegen die von Innen.Helen Scheuerer schafft eine Atmosphäre, die echt unter die Haut geht - düster, rau, emotional. Ihr Schreibstil ist bildstark, aber nicht überladen. Thea selbst vergisst man nicht so schnell: gebrochen und doch unbeugsam, verletzlich und gleichzeitig stark. Die Handlung bleibt die ganze Zeit spannend, die Wendungen haben mich durchaus überrascht. Und dann die Romantik - langsam, voller Spannung, kleine Berührungen, flüchtige Blicke. Finde ich gut :-)Wer starke Heldinnen mag, die gegen innere und äußere Dämonen kämpfen, wird hier fündig.