¿¿¿¿¿ ¿¿¿¿ ¿¿?Stell dir vor, du bist erfolgreiche Anwältin und hast dir alles hart erarbeitet. Dann trifft dich an einem einzigen Morgen der Schlag gleich zweimal. Dein Mann hat dich betrogen. Und er wird verhaftet, weil seine Geliebte tot in eurem gemeinsamen Ferienhaus aufgefunden wurde. Würdest du ihn trotzdem verteidigen? Genau vor dieser Frage steht Sarah Morgan in "The Perfect Marriage". Letztendlich übernimmt sie die Verteidigung ihres eigenen Mannes vor Gericht, und je tiefer sie in den Fall eintaucht, desto mehr Personen tauchen auf, die genauso gut ein Motiv gehabt haben könnten.¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿:¿ Super leichter Schreibstil: Der Schreibstil liest sich unglaublich flüssig und unkompliziert. Man kommt schnell voran und kann sich völlig auf die Handlung, die Verdächtigen und die ständig neuen Wendungen konzentrieren.¿ Doppel-POV: Wir bekommen abwechselnd Sarah und Adam aus der Ich-Perspektive, dadurch bekommt man zwei völlig unterschiedliche Blickwinkel auf dieselben Ereignisse und kann zwischen den Zeilen nach Hinweisen suchen.¿ Von Anfang an ordentlich Tempo: Der eigentliche Mord passiert relativ früh und danach ist eigentlich ständig irgendetwas los. Das Buch verliert sich nicht ewig in Vorgeschichten, sondern kommt schnell zur Sache und hält das Tempo ziemlich konsequent.¿ Diese eine Frage, die mich nicht losgelassen hat: Wie viel Stärke braucht es eigentlich, um den eigenen untreuen Ehemann vor Gericht zu verteidigen? Ich habe Sarah dafür über weite Strecken des Buches wirklich bewundert und mich ständig gefragt, ob ich selbst dazu fähig wäre. Aber die Antwort auf diese Frage, die ganz am Ende kommt, hat mich völlig aus der Bahn geworfen.¿ Was war das bitte für ein Ende?!: Die letzten Seiten haben mich komplett erwischt. Ich hatte während des Lesens unzählige Theorien, aber diese Richtung hat mich trotzdem sprachlos zurückgelassen. Und plötzlich betrachtet man so manches, was vorher passiert ist, mit ganz anderen Augen.¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿¿ ¿¿¿ ¿¿¿¿¿¿:¿ Adam!!: Ein unglaublich sprunghafter und leicht beeinflussbarer Typ, der mal Hals über Kopf in seine Affäre verliebt ist und im nächsten Moment wieder Sarah als seine große Liebe bezeichnet. Dazu trifft er ständig Entscheidungen, bei denen ich nur noch dachte: "Adam, ernsthaft?!". Dieses emotionale Hin und Her und seine teils völlig kopflosen Handlungen haben mich echt verzweifeln lassen.¿ Nervige Nebenfiguren: Vor allem Adams Mutter ging mir ordentlich auf die Nerven, aber genau solche Figuren braucht es auch, um die Grundstimmung noch angespannter zu machen.¿¿¿¿¿:Wer Lust auf einen waschechten Mindfuck-Psychothriller hat, der einen permanent neue Theorien spinnen lässt, nur um auf den letzten Seiten alles wieder über den Haufen zu werfen, ist hier goldrichtig. "The Perfect Marriage" ist für mich ein schneller, unterhaltsamer Thriller-Snack, bei dem man sich die ganze Zeit fragt, wem man eigentlich noch glauben kann, nur um am Ende zu merken, dass man vermutlich niemandem hätte trauen sollen.