Starkes, düsteres Finale mit intensiven Kämpfen, aufgelösten Geheimnissen und einem Ende, das sich rund und stimmig anfühlt
Die Dreizehnte Fee - Entschlafen ist für mich der stärkste Band der Reihe und ein sehr gelungenes Finale. Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen fühlt sich dieser Abschluss deutlich runder, intensiver und atmosphärischer an. Von Beginn an war ich komplett in der Geschichte gefangen.Nach der Trennung vom Jäger steht die Dreizehnte Fee erneut vor einer unmöglichen Aufgabe: Sie versucht, ihre Kräfte zurückzuerlangen - selbst wenn das bedeutet, einen schrecklichen Preis zu zahlen. Diese innere Zerrissenheit zieht sich kraftvoll durch den gesamten Roman und verleiht der Handlung eine große emotionale Tiefe.Besonders gelungen fand ich, dass viele offene Fragen und Geheimnisse endlich aufgelöst werden. Man lernt die Namen und Hintergründe der Schwestern kennen, und mit dem Feenreich sowie der Bedrohung durch den Feenrich erhält die Geschichte eine klare, greifbare Gefahr. Die Konflikte sind spannungsvoll aufgebaut, die Kämpfe intensiv und gut choreografiert.Der Stil bleibt poetisch und düster, aber deutlich fokussierter als in den vorherigen Bänden. Anfang und Ende sind sehr atmosphärisch gestaltet und verleihen dem Roman eine fast kreisförmige Struktur. Besonders das Ende hat mir gut gefallen: Es fühlt sich abgeschlossen an, ohne die Welt "abzuschließen". Vielmehr bleibt das Gefühl, dass das Leben und die Magie nach der letzten Seite weitergehen.Auch die eingebauten Prophezeiungen fügen sich stimmig ein und verstärken den Eindruck von Schicksal und Konsequenz, ohne aufgesetzt zu wirken.Fazit:<br data-start="1883" data-end="1886">Entschlafen ist ein starkes, emotionales Finale, das die Reihe auf einem hohen Niveau abschließt. Düster, intensiv und märchenhaft ein Abschluss, der sich lohnt und der der Geschichte gerecht wird.