Für mich DAS Sommerbuch 2026 ¿
¿ Meine Gedanken Ich bin sonst bei Coming-of-Age Romanen (und auch anderen Romanen) eher ein Freund von weiblichen Protagonistinnen, weil ich mich dann oft besser mit den Figuren identifizieren und mein früheres Ich wiedererkennen kann. Doch bei diesem Roman hat mich die Geschichte, trotz des männlichen Protagonisten, ab der ersten Seite abgeholt. Die Geschichte wird aus Sicht des sechzehnjährigen Domi erzählt, welcher in einer Kleinstadt aufgewachsen ist und nun seinen letzten Sommer vor dem Erwachsenwerden erlebt. Von ihm wird erwartet, dass er später das Bestattungsinstitut seines Vaters übernimmt, doch mit Fortschreiten des Sommers kommen in ihm immer mehr Zweifel bezüglich dieses vorgezeichneten Wegs auf. Durch das Zusammentreffen mit Biff, welcher aus Berlin hergezogen ist, beginnt Domi ganz langsam zu begreifen, dass das Leben mehr für ihn bereithält, als die vorbestimmten Rollen... Zum Inhalt möchte ich gar nicht mehr verraten ¿Ich mochte besonders, wie sich Domi und Biff ganz langsam annähern und sich ihre Liebe nach und nach entwickelt. Die Schilderungen waren total authentisch und zu keinem Zeitpunkt zu überstürzt. Generell lebt die Handlung von kleinen, leisen Momenten, anstatt von ständigen Wendungen und übermäßiger Spannung. Doch genau dadurch wurde die Geschichte für mich so besonders: sie versprüht eine besondere sommerliche Atmosphäre und bringt eine gewisse Leichtigkeit, die mich alles um mich rum vergessen ließen. Die Geschichte wird in leichter Sprache ganz feinfühlig, aber trotzdem humorvoll erzählt. Beim Lesen kommen leichte, lebendige Schwingungen auf, die einen die Summer-Vibes beim Lesen spüren haben lassen¿ ¿¿ ¿ Die Figuren von Domi und Biff waren beide sofort sympathisch, auch wenn sie zunächst total gegensätzlich wirkten. Auch wenn die Handlung in gewisser Weise nicht überraschend, sondern vielmehr zu erahnen war, mochte ich die Entwicklung der Liebe zwischen Domi und Biff, wie auch die von ihren Charakteren. Das Buch erzählt eine stimmungsvolle Geschichte über große Gefühle und eine queere Liebe ¿¿¿ Mein Fazit Ein feinfühliger und berührender Roman über das Erwachsenwerden, der Suche nach der eigenen Identität, Mut und der ersten großen Liebe ¿ für mich wirklich DAS Sommerbuch in diesem Jahr! Es bringt einfach alles mit, was ein guter Coming-of-Age Roman braucht! ¿ Ich kanns kaum glauben, dass das ein Debüt war! Von mir gibt's eine ganz ganz große Empfehlung! Ich hoffe, wir dürfen bald noch mehr lesen von Kea von Garnier ¿¿