Hamburger Hafenkrimi mit ernstem Hintergrund
Innerhalb kurzer Zeit werden in Hamburg mehrere Tote aus der Elbe geborgen, alle haben eine Verbindung zum Hafen und sind dafür eingetreten, die Elbe weiter zu vertiefen, so dass immer größere Schiffe den Containerhafen anlaufen können. Die Kommissare Knudsen und Eichhorn ermitteln wieder gemeinsam, dieses Mal zusammen mit der Wasserschutzpolizei.Der Krimi schließt sich an den "Bojenmann" an, den ich im vorigen Jahr gelesen hatte und tatsächlich wird auch hin und wieder darauf Bezug genommen, zumal der Serienmörder aus Band 1 zwar mittlerweile bekannt, aber immer noch auf freiem Fuß ist. Auch ihm wird wieder eine kleine Rolle zuerkannt, die aber für den Verlauf dieses Band nicht wichtig gewesen wäre. Es schließt den ersten Band lediglich ab. Die beiden Autoren haben ein Hamburger Reizthema aufgenommen: die Elbvertiefung. Es ist ein Streit zwischen Ökologie und Ökonomie, bislang hat oft die Ökonomie am längeren Hebel gesessen. Aber nun scheint sich die Natur zu wehren, der Schlick setzt sich immer wieder ab und verkleinert die Fahrrinne, so dass ein Durchkommen immer schwieriger wird, bzw. teure Maßnahmen ergriffen werden, um die Fahrrinne frei zu halten. Umweltaktivisten haben den Wirtschaftsvertretern schon lange den Kampf angesagt und genau darum geht es auch in diesem Band. Die meisten sind für gewaltfreien Widerstand, in unserem Fall hat allerdings jemand den Bogen weit überspannt. Der Krimi ist spannend und als er gelöst zu sein scheint, müssen die Ermittler feststellen, dass da doch noch Ungereimtheiten bestehen. Also laufen wir auf einen zweiten Höhepunkt zu. Für Spannung ist also reichlich gesorgt. Schön ist, dass auch La Lotse wieder eine wichtige Rolle spielt, ab sofort wird er sogar von Platon unterstützt.