Die Liebesgeschichte wirkt leider oberflächlich und lieblos. Hatte auf mehr Weihnachtszauber gehofft.
Beim dritten Weihnachten hab ich es endlich geschafft, dieses Buch zu lesen, worauf ich mich schon lange gefreut habe - vor allem, weil Eishockey eine Rolle spielen sollte. Leider hat mich das Buch am Ende enttäuscht und ich bemerke auch ein Muster, das sich durch die Green Valley Reihe zieht.Mit "New Wishes" habe ich die Green Valley Reihe abgeschlossen und muss sagen, leider schwächelt die zum Ende hin ganz gewaltig. Je mehr Bücher ich gelesen hatte, desto mehr hatte ich das Gefühl, immer wieder so ziemlich dasselbe zu lesen und es mit denselben Protagonist*innen zu tun zu haben, die nur neue Namen bekommen. Gerade dann, wenn die früheren Pärchen auftauchen und sich die Clique zusammentut, wirken alle sehr austauschbar. Das fiel mir schon beim vorherigen Band mit Leonie und Sam auf, und jetzt mit Rebecca und Leo in "New Wishes" war es sehr deutlich (wir haben sogar zweimal quasi Leo als Namen)."New Wishes" hat sehr viel Potenzial liegen lassen. Rebecca stammt aus einer Pfarrersfamilie und will mal Pastorin werden. Das wird so gesagt und es wird erwartet, dass man das einfach glaubt. Dabei scheinen Gott und Glaube in Rebeccas Leben überhaupt keine Rolle zu spielen. Sie ist feministisch, wahrscheinlich auch nur aus dem Grund, weil Lilly Lucas das so haben wollte, weil starke weibliche Figuren nunmal feministisch zu sein haben. Eine Pfarrersfamilie ist dabei wie selbstverständlich sehr modern und kein bisschen konservativ. Leo hat irgendwie so gar keinen Charakter. Allerhöchstens könnte man ihn als sehr ausgeglichen und mit sich im Reinen beschreiben. Aber ich glaube, dass das eher ein Versehen war, und daraus wird auch nichts gemacht. Einiges wird versucht aufzubauen, aber es folgt kein Payoff. Anderes wird einfach so reingeworfen und im nächsten Kapitel wieder gelöst. Keine Ahnung, warum die beiden sich verliebt haben. Alles wirkt so lieblos und oberflächlich. Im Grunde hatte ich das Gefühl, nur ein grobes Konzept zu lesen anstatt einer durchdachten Geschichte. Es wirkte alles sehr uninspiriert und aus der Marottenkiste schnell zusammengeschnustert.Meine Erwartungen wurden leider nicht ansatzweise erfüllt. Kein Besuch in Sams Restaurant, worauf ich so gehofft hatte. Kein schönes Weihnachtsfest am Ende, zu dem vielleicht auch Noah mit Elara wieder nach Hause kommt. Das sind die einzigen, die so gut wie nie Gastauftritte bekommen. Die Weihnachtsstimmung hielt sich allgemein sehr in Grenzen und beschränkte sich leider meist auf das Erwähnen von Weihnachtsklassikern. Und dann ist da noch das Eishockey, von dem Lilly Lucas offenbar keine Ahnung hat, denn vieles, was über den Sport im Buch gesprochen wird, ergibt einfach so gar keinen Sinn. Hatte jetzt zwar keinen so großen Stellenwert, hat mich aber doch hin- und wieder rausgebracht.Fazit: Green Valley ist nach wie vor ein wunderschönes Setting, nur wenn die Charaktere farblos und die Geschichten, die dort erzählt werden, zu oberflächlich sind, macht ein Ausflug dahin einfach keinen großen Spaß. Ich würde 2,5 Sterne geben.