Model Bea fühlt sich nur noch fremdbestimmt und eingeengt, sie sehnt sich nach einem Neuanfang. Bei einem Shooting in Marrakesch wirft sie ihren Job einfach hin und beschließt, sich von jetzt an nur noch treiben zu lassen. Wenig später wird sie in den engen Gassen von Marrakesch fast Opfer eines Verbrechens, wäre ihr nicht eine junge Frau zur Hilfe geeilt. Trotzdem sind Beas Rucksack, ihr Ausweis und Geld weg.Ihre Retterin, Marnie, nimmt Bea erst mal mit - zusammen mit ihrem Lebensgefährten betreibt Marnie in einem idyllischen Küstenort in Marokko ein Surfhotel. Bea kann sich dort erst mal nützlich machen, bekommt eine Unterkunft und wird von den anderen Surfern herzlich empfangen.Schon bald aber merkt man, dass die ein oder andere Person ein Geheimnis mit sich trägt und dann ist da ja noch der Überfall in Marrakesch, weswegen es Marnie und Bea mit einem korrupten Polizisten zu tun bekommen. Als dann noch ein Amerikaner auftaucht, der nach seiner seit einem Jahr verschwundenen Schwester sucht, bekommt das Idyll Risse. The Surf House ist jetzt vielleicht nicht der packendste Thriller, den ich je gelesen habe. Trotzdem mochte ich das Buch sehr gerne und fand es durchaus spannend und unterhaltsam. Lucy Clarke schreibt sehr angenehm und bildlich und man bekommt auch die Charaktere sehr gut zu fassen. Es gibt relativ viele, auch unerwartete, Wendungen und es macht Spaß, mitzurätseln, was mit der verschwundenen Touristin passiert ist. Toll war natürlich auch das Setting - dieser idyllische Küstenort mit den unbeschwerten, lockeren Surfern und dann wabert aber doch über allem diese Schwere.Gute Unterhaltung.