Klappentext:Wegen seiner Teilnahme an einer Demonstration gerät ein Mann in U-Haft. Nach ersten Verhören wird er einem Mediziner mit eigenwilligen Ansichten übergeben ¿Die Geschichte malt ein düsteres Bild von der postmodernen Rechtsstaatlichkeit, in der neuartige Foltermethoden ihren festen Platz haben. ¿ Angefangen hat alles mit dem sogenannten ¿Lachsexperiment¿.Fazit:Ich liebe Kurzgeschichten, kann man mit ihnen doch auch kleine Pausen zum Lesen nutzen. Diese hat mir einen Schauer nach dem anderen den Rücken runter laufen lassen. Allein die Vorstellung, dass das Geschriebene in der Realität passiert, lassen mir die Nackenhaare zu Berge stehen.Der bildhafte und doch leichte Schreibstil hat mich mit dem Delinquenten den Weg gehen lassen. Man nehme einen friedlichen Demonstranten, einen irren Arzt, gruselige Experimente und schon hat man eine Geschichte, die dem Leser Gänsehaut beschert. Durch das offene Ende gibt die Autorin dem Leser die Möglichkeit eigene Gedanken einzubauen. Gedanken in die Richtung "was würde ich an Stelle des Gefangenen tun, welche Entscheidung würde ich treffen". "U-Haft" ist eine Kurzgeschichte, die schnell gelesen ist, aber durch das Ende noch nach wirkt.