Ich liebe diese Reihe mit jedem Band ein bisschen mehr, und Im Labyrinth der Draken ist für mich bisher der stärkste Teil.
Vieles, was in den vorherigen Bänden nur angedeutet wurde, fügt sich hier zusammen. Fragen, die mich schon länger beschäftigt haben, bekommen Antworten, während gleichzeitig neue Hinweise auf die Drakoneer auftauchen. Nach vier Bänden macht es unglaublich viel Spaß, inzwischen selbst Zusammenhänge zu erkennen und trotzdem noch überrascht zu werden.
Am liebsten begleite ich Isabella bei ihrer eigentlichen Arbeit. Ihre Drachen sind keine märchenhaften Wesen, sondern Tiere, die sie beobachten, untersuchen und verstehen möchte. Ihre wissenschaftliche Neugier und ihre Beharrlichkeit gehören für mich zu den Dingen, die diese Reihe so besonders machen. Isabella möchte wissen, wie etwas funktioniert, und lässt sich nicht damit abspeisen, dass Frauen bestimmte Fragen besser gar nicht stellen sollten.
In Akhien musste ich beim Lesen mehrfach daran denken, wie wenig sich Isabella von schwierigen Bedingungen beeindrucken lässt. Hitze, Wasserknappheit, Sandstürme und die Lebensbedingungen der Drachen machen ihre Forschung alles andere als bequem. Gleichzeitig stößt sie bei der Armee und in der akhischen Gesellschaft immer wieder auf Grenzen. Ich mag, dass sie daraus keine große Heldinnenpose macht. Sie arbeitet weiter, beobachtet genau und bleibt sich dabei erstaunlich treu.
Und dann ist da Suhail. Seine Rückkehr hat mich tatsächlich zum Grinsen gebracht. Mehr verrate ich nicht, aber die beiden zusammen zu erleben, hat mir einige meiner liebsten Momente in diesem Band beschert.
Nach vier Bänden fühlt sich Isabella inzwischen fast wie eine alte Bekannte an. Ich bin deshalb sehr gespannt auf den letzten Teil und zugleich etwas wehmütig, dass ihre Memoiren bald enden.