Ich liebe dieses Buch.¿
Eine Story, die mir im Gedächtnis geblieben ist - denn sobald ich an sie denke, ist alles wieder da. Ehrlich: Es war so, so gut!¿¿Inhalt¿Da ihn alle New Yorker Universitäten abgelehnt haben, muss Toma notgedrungen im Restaurant seines Großvaters Shiro arbeiten. Über Shiros Geschichten kann er nur den Kopf schütteln. Ihre Familie, so behauptet er, stamme von einem shintoistischen Feuergott ab und ein paar schlichte Essstäbchen in ihrem Besitz seien magische Gegenstände! Statt der Legende nachzugehen, macht Toma lieber der Stammkundin Akari schöne Augen. Als jedoch finstere Gestalten auftauchen und kurz darauf die Stäbchen gestohlen werden, beginnt Toma zu zweifeln. Gemeinsam mit Akari macht er sich an die waghalsige Verfolgung der Diebe - nicht ahnend, dass sie damit in einen jahrhundertealten Krieg hineingezogen werden ...Rezension¿Der Protagonist Toma war mir von Anfang an sympathisch. Gerade weil er gezweifelt hat. Weil er echt war. Und weil er erst im Verlauf der Geschichte an sich gewachsen ist. Tomas Zweifel haben mich persönlich abgeholt, weil wir wahrscheinlich alle dieses Gefühl kennen - dieses Zögern, dieses Unsichersein, wenn man Wege einschlägt, die erst mal steinig sind und auch wehtun können. Gerade das hat ihn für mich so nahbar gemacht.Das Tempo der Geschichte zieht immer wieder an, ohne zu überfordern. Der Spannungsaufbau ist super dosiert, sodass man ständig weiterlesen möchte. Ich habe förmlich am Buch geklebt.¿Besonders mochte ich die Dynamik zwischen den Figuren - sie fühlt sich natürlich an und trägt die Story richtig gut.Es gab viele starke Szenen, aber besonders die Momente im Spicy Noodles, in denen er sich zum ersten Mal angekommen fühlt, ausprobiert und die Sicherheit in ihm wächst, sind mir im Gedächtnis geblieben. Und ich fand es total schön, dass Tomas Opa so tolle Freunde hat. Diese kleinen, leisen und zwischenmenschlichen Momente geben der Geschichte nochmal extra Wärme mit auf den Weg - auch wenn zeitweise das Feuer lodert.¿Insgesamt ist Spicy Noodles von Marie Grasshoff eine Geschichte, die nachhallt. Ehrlich, warm und mit Figuren, die einem im Kopf.