Inhalt: Unverhofft erbt Antonia das Haus ihres Vaters, den sie seit ihrer Kindheit nicht mehr gesehen und an den sie keine Erinnerung hat. Dennoch tritt sie das Erbe an und zieht von Hannover nach Goslar, um das geerbte Haus in eine gemütliche Pension zu verwandeln. Doch die Goslarer gehen ihr aus dem Weg - was noch dadurch verstärkt wird, dass die Leiche eines vermissten Mädchens im Wald gefunden wird. Denn: Das Verschwinden des Mädchens scheint mit Antonias Vergangenheit zusammenzuhängen...Persönliche Meinung: "Tod im Harz¿ ist ein Regionalkrimi von Marion Griffiths-Karger, der in Goslar und Umgebung angesiedelt ist. Erzählt wird die Handlung aus mehreren personalen Perspektiven: Neben Antonia (die Hauptperspektive) treten u.a. Veronika, die lokale Wahrsagerin, und Achim Gruber, der leitende Ermittler in dem Fall des vermissten Mädchens. Durch die verschiedenen Perspektiven, die sich zudem in einem stimmigen Tempo wechseln, wird der Fall schön facettenreich. Die Handlung ist spannend aufgebaut: Informationen zur Vergangenheit von Antonia werden passend schrittweise offenbart, es gibt mehrere potentielle Täter sowie falsche Fährten und einzelne spannungssteigernde Höhepunkte, die ich hier aber nicht verraten möchte. Auch die Auflösung des Falls, die mit einem Twist aufwartet, ist überraschend. Authentisch sowie atmosphärisch wird der Handlungsort Goslar beschrieben: Es werden die Altstadtgassen sowie touristische Highlights (z. B. die Kaiserpfalz) aufgesucht, man macht einen kleinen Abstecher in harztypische Lokale und Wälder und die Protagonisten nehmen regionale Speisen und Getränke, wie den "Schierker Feuerstein¿, zu sich. Einziger Kritikpunkt: Teilweise haben sich kleinere Längen in den Krimi geschlichen: Beispielsweise grübelt Antonia mehrfach darüber, dass sie besser nicht nach Goslar gezogen wäre, was stellenweise redundant auf mich wirkte. Der Schreibstil von Griffiths-Karger ist anschaulich und lässt sich flüssig lesen. Insgesamt ist "Tod im Harz¿ ein spannender Krimi mit viel Lokalkolorit.