
Die Beiträge des Bandes beleuchten das Erzählwerk Adalbert Stifters, Theodor Storms und Conrad Ferdinand Meyers neu, indem sie es aus zwei theoretischen Perspektiven untersuchen, die bislang nicht miteinander kombiniert worden sind: einer ideengeschichtlichen Perspektive, die nach den weltanschaulichen und epistemologischen Horizonten der Texte fragt, und einer wirkungsästhetischen, aus der literatur- und filmwissenschaftlichen Spannungsforschung abgeleiteten Perspektive, die das Augenmerk auf die Erzeugung leserseitiger Ungewissheit durch das Erzählen legt. Leitend ist die Frage, ob und in welcher Weise die spannungsreiche Auseinandersetzung der Texte mit philosophischen, naturwissenschaftlichen und religiösen Überzeugungen der Zeit und das spannende (oder nicht-spannende) Erzählen, das sie auszeichnet, miteinander zusammenhängen.
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