Veronika hat eine Entscheidung getroffen: Sie will sterben. Doch ihr Suizidversuch scheitert, und sie erwacht in einem Krankensaal der psychiatrischen Einrichtung Villete. Der Arzt teilt ihr mit, dass ihr Herz unwiderruflich geschädigt sei. Die Prognose: fünf Tage, vielleicht eine Woche. Was tun mit dieser letzten Zeit?Villete ist ein Ort für Menschen, die von der Gesellschaft als "anders" betrachtet werden. Nach und nach lernt Veronika die Bewohnerinnen und Bewohner kennen - ihre Geschichten, ihre Verletzungen, ihre Hoffnungen. Es entstehen unerwartete Freundschaften und tiefe Verbindungen. Zum ersten Mal seit Langem spürt Veronika wieder etwas: Lebensfreude, Neugier, Sehnsucht. Bereut sie ihren Entschluss? Vielleicht. Doch angeblich bleiben ihr nur wenige Tage. Oder doch nicht?Ich habe mir viele Stellen markiert, denn ich habe mich von der ersten Seite an auf diese Geschichte eingelassen. Sie wirft große Fragen auf: Was ist der Sinn des Lebens? Wofür lohnt es sich zu kämpfen? Der Autor überzeugt erneut mit seinen philosophischen Gedanken und seiner Fähigkeit, existenzielle Themen zugänglich zu machen.Das Buch ist keine leichte Kost und sollte in einer stabilen Verfassung gelesen werden. Die 226 Seiten haben mich jedoch sehr berührt - und ich empfehle es gern weiter.