Das erste Buch der Reihe hat mir schon sehr gut gefallen, aber dieses zweite liebe ich vielleicht sogar noch mehr.
Das erste Buch der Reihe hat mir schon sehr gut gefallen, aber dieses zweite liebe ich vielleicht sogar noch mehr.Dieses Buch ist voll von höfischen Intrigen, Machtkämpfen und Manipulationen, etwas, das ich in Fantasy-Romanen absolut liebe, und zu sehen, wie Diem in diese Welt hineingeworfen wird und sich darin zurechtfinden muss, war äußerst befriedigend. Nicht zu wissen, wem sie vertrauen kann und wem nicht, aber dennoch unter den Nachkommen am Hof, die sie bis dahin gehasst hat, Gleichgesinnte zu finden ¿ manchmal irrt sie sich dabei, aber manchmal findet sie auch Gleichgesinnte oder einfach Verbündete, mit denen sie trotz unterschiedlicher Visionen eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung trifft. Ich kann von dieser Art von Handlung einfach nicht genug bekommen.Diems neue Position wirft auch viele Fragen zu ihrer eigenen Identität auf, was ebenfalls etwas ist, mit dem ich mich immer gerne beschäftige. Besonders wenn es um Fantasy geht, wo Fragen der Identität oft auch mit Magie einhergehen. Zu verfolgen, wie Diem herausfindet, wie sie in die Dynamik mit ihren alten Freunden und ihrer Familie passt, jetzt, wo für sie und um sie herum alles anders ist, war ein wichtiger Aspekt dieser Geschichte, ebenso wie ihre persönlichen und romantischen Handlungsstränge. Ich glaube, am Ende dieses Buches hat Diem ein besseres Verständnis dafür gewonnen, wer sie ist und wer sie sein möchte, auch wenn einige Fragen noch offen bleiben.Und dann ist da noch die Liebesgeschichte. Im vorherigen Buch hat es mir gefallen, dass zwar eine klare Liebesgeschichte im Gange war und sich entwickelte, Diems persönliche Entwicklung und ihre Konflikte jedoch im Mittelpunkt standen. Und obwohl das auch in diesem Buch noch der Fall ist, hat die Liebesgeschichte viel, viel mehr an Bedeutung gewonnen und nimmt daher auch viel mehr Raum ein. Und ich habe es geradezu verschlungen. Ich glaube, was mich an der Liebesgeschichte so sehr reizt, ist, dass Luther Diem nicht als Königin treu ist, weil er sie liebt, sondern dass er ihr in erster Linie als Königin treu ist, weil er an sie als Königin und an ihre Vision für das Königreich und sein Volk glaubt, und erst in zweiter Linie liebt er sie auch. Natürlich möchte er auch, dass sie ihn mag, aber sein oberstes Ziel ist es immer, sie als Königin auf jede erdenkliche Weise zu unterstützen. Aus irgendeinem Grund spricht mich das mehr an, als wenn er sie unterstützen würde, weil er sie liebt.Alles in allem bin ich total begeistert von diesem Buch und dieser Reihe und kann es kaum erwarten, weiterzulesen. Ich kann es wirklich nur empfehlen, aber es trifft auch ganz speziell zwei Punkte, die mich besonders ansprechen, die aber vielleicht nicht jeden so sehr ansprechen wie mich.