Weniger über Bücher als über das, was passiert, wenn eine Gesellschaft beschließt, unbequeme Gedanken kollektiv auszulöschen.
Fahrenheit 451 wird oft als Bücherliebe-Roman missverstanden. Es ist ein Roman über Konformitätsdruck und die kollektive Entscheidung, Komplexität abzuschaffen. Montag ist kein Held, er ist jemand, der anfängt zu bemerken, dass etwas fehlt, ohne zunächst zu wissen was. Bradburys eigentliche Aussage ist beunruhigender als Orwells: Die Menschen wollen, dass ihre Gedanken vereinfacht werden. Niemand muss sie dazu zwingen.