
Ronya Othmann zählt zu den einprägsamsten Stimmen der deutschsprachigen Literatur. Mit ihrem Debüt,
Die Sommer, dem Lyrikband,
die verbrechen, oder
Vierundsiebzig, ihrem zweiten Roman, hat sie einen neuen Ton in die Gegenwart getragen.
'Ronya Othmann ist eine große Schriftstellerin.'
Die Zeit
Dieser Band ist eine Korrespondenz in Versen. Ovids
Briefe aus der Verbannung klingen zusammen mit heutigen Stimmen aus dem Exil: mit der Stimme der legendären kurdischen Sängerin Ay e an etwa, die als junge Frau von ihrer Familie verstoßen wurde, weil sie öffentlich sang, und später, nach dem Militärputsch 1971, für eine Weile in München Zuflucht fand.
Die Schauplätze wechseln wie die Zeiten. Es gibt das Meer, die Berge, die Stadt mit dem Fluss - Konstanza, Tomis, Rom, Diyarbakir, München. Eine namenlose Frau tritt auf, eine streunende Katze huscht durch das Bild, ein Chor, der nicht singt, ist zu hören.
Ronya Othmanns
Briefe in die Verbannung öffnen einen Echoraum, der Damals und Heute umschließt. In ihren Versen entstehen, nach und nach, Bilder vom Leben zwischen den Welten. 'Ort: Jetzt. Zeit: Hier.'
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