Ein beeindruckendes Werk über Verantwortung, Scham, Macht, Herausforderung und die menschlichen Abgründe.
House of God von Samuel Shem ist ein beeindruckendes Buch. Wir verfolgen hier die Geschichte des Dr. Roy G. Basch, frischer Medizinabsolvent in Amerika in seinem 1. Jahr als Arzt. Während dieses Jahres muss Dr. Basch sind diversen Herausforderungen stellen die ihm und seinen Kollegen derart viel abverlangen, dass die psychische Gesundheit jedes einzelnen Charakters in dem Buch, inklusive des Lesers zeitweise auf dem Spiel steht. Das Buch besticht mit einer herausragenden Art die Dinge auf schonungslos ehrliche Weise darzustellen und immer fragt man sich: Das ist doch jetzt karrikativ, überspitzt dargestellt...oder doch nicht? Der Leser erlebt im Laufe des Buches jede Wandlung von Dr. Basch persönlich und mich selbst hat das Buch zwischenzeitig so dermaßen verstört, dass ich selbst eine heiden Angst vor meinem Berufseinstieg entwickelt hab. Dennoch war es wichtig es zu lesen, da man sehr viel über persönliche Entwicklung lernen konnte. Ich hoffe so, die Fehler die Dr. Basch und seine Kollegen gemacht haben selbst vermeiden zu können.Das Buch ist ein Weckruf und zeigt die ungeschminkte Wahrheit der Medizin in den 70er Jahren in Amerika. Sicherlich gibt es diverse Unterschiede zum heutigen, deutschen Gesundheitssystem, doch die Probleme die auf dich warten und die Herausforderungen denen man sich stellen muss, sind grundsätzlich doch viel ähnlicher als man es denken mag.Ich empfehle dieses Buch jedem, der mal so richtig durchgerüttelt werden will, der die ungeschminkte Maschinerie hinter der Krankenhausfassade kennenlernen will und auf jedem Fall jeder Art von medizinischem Personal (besonders Ärzte) vor dem Berufseinstieg.