Platt erzählt, wenig durchdacht und leider für mich kaum zu empfehlen.
Platt erzählt, wenig durchdacht und leider für mich kaum zu empfehlen.Inhalt: Sara lebt in New York ein scheinbar normales Leben als Schülerin und Halbwaise. Sie hat einen Freundeskreis und gleich zwei Jungs, die um sie werben. - Ihr Herz gehört aber eindeutig dem, der schwieriger zu haben ist und sich wirklich stellenweise seltsam aufführt.Dante, der auserwählte Junge, ist aber kein normaler Teenager, sondern ein über 200 Jahre altes Wesen aus Atlantis, welches ein Risiko eingeht, wenn er mit einer Sterblichen eine Beziehung eingeht. Diese Liebesbeziehung stellt nicht nur für ihn, sondern auch für seine Familie ein ziemliches Risiko dar.Aus Freundschaft wird Liebelei und aus Liebelei eine ernsthafte, aber schwülstige Beziehung, wie sie sehr untypisch ist, für Personen in diesem Alter. - Doch das Finale reist die Story in der Handlung noch einmal rum und wartet mit einem mehr als unerwarteten Ende auf.Mein Leseerlebnis: Ich weiß noch, dass ich das Buch gekauft habe, weil es mir von einem Newsletter empfohlen wurde. Die Inhaltsangabe hat mich neugierig gemacht und die Story hatte in jedem Fall Potential. - Was ich dann hier allerdings bekommen habe, war mal irgendwie nichts.Vom Setting her war ja alles irgendwie rund. Die Story spielt in New York. Eine Stadt voller Möglichkeiten und Gegensätze und dann wird dieses Potential so wenig bis gar nicht genutzt. In der Story wurden Privilegien und Vorurteile aneinander geklöppelt und somit eine komplett konfliktfreie Situation geschaffen, die langweiliger nicht hätte sein können. Da brachte es auch nichts, der Protagonistin eine tragischen Hintergrund zu verpassen, der nur kurz erzählt wird und ansonsten keine Rolle spielt. - Es folgt, was folgen muss. Das Mädchen verliebt sich in einen Typen, der aber scheinbar nur blöde Spielchen mit ihr spielt und es dann eben in keiner Weise ehrlich meint. Eine ermüdende und absolut bescheuerte Situation für mich als Leser, indem zum ersten Mal die Gedanken nach einem Abbruch in mir aufgekommen sind.Die Handlung plätscherte langsam aber sicher vor sich hin. Die Protagonistin war nichts weiter als ein typischer Teenager, der sich eben zwischen zwei Jungs entscheiden muss. Da tröpfelte langsam aber sicher auch so etwas wie Fantasy in die Handlung mit ein. Einer der Jungs, die quasi etwas von ihr wollen, scheint eine Art Wesen zu sein. Er sieht wohl menschlich aus, ist es aber nicht wirklich. - Leider kommt mir der Fantasyanteil in jedem Fall viel zu kurz, zu sporadisch und zu undurchdacht, als dass er mich in irgendeiner Weise hätte begeistern können.Was ich dann von dem Finale und dem Ende des Buches wirklich halten soll, kann ich nicht einmal mit Bestimmtheit sagen, da es am Ende dann doch etwas zu dicke kam. Aus einem scheinbar normalen Teenager wird so etwas wie eine Thronerbin und das auch noch von Atlantis. Mehr oder weniger gute Wesen sind hinter ihr her, sie soll ein Tor öffnen, von dem sie nicht einmal weiß, dass es existiert und wie es wirklich auf gehen soll. - Zwischendrin wird der Typ, für den sie sich am Ende dann auch wirklich entschieden hat, vom gefürchteten Rat fast schon an Ort und Stelle hingerichtet, nur um sie dann mit einem Haus und einem unglaublichen Besitz einfach sitzen zu lassen. - Sorry, aber die Autorin hat nicht wirklich gut gedacht. Das Mädchen wohnt in New York, verlässt ihre Familie, um dann allein dazustehen und ein Haus zu haben, welches sie allein vom Alter her noch gar nicht besitzen kann.Mir ist bewusst, dass es sich hier um eine Reihe handelt und die Handlung mit Sicherheit auch noch irgendwie weiter geht, aber was ist das denn bitte für ein Ende? Wie sadistisch muss man als Autorin sein, wenn man seine Protagonisten so leiden lässt. Das muss doch alles nicht sein.Fazit: Ein Jugendbuch, keine Frage. Sowohl die Story als auch die Charaktere wirken unreif, nicht gut durchdacht und einfach mal so in eine Fanfiktion um Atlantis hineinkatapultiert, dass ein wirklicher Verlag hier sicherlich mächtig den Rotstift angesetzt hätte, wenn er den Schrieb überhaupt verlegt hätte.Der Ausdruck war einfach, sachlich und wenig mitreisend. Ich hatte die ganze Zeit nicht einen Hauch von Kopfkino vor meinem geistigen Auge und habe den Stoff einfach nur gelesen, um ihn eben gelesen zu haben. Nicht mehr und auch nicht weniger. Die Charaktere wirken flach, wenig ausgereift und der fantastische Hintergrund bekommt eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit. Das Ding, dass die Wesen alte Altlanter sein sollen, wirkt wirklich wie ein spontaner Einfall, den man kurzerhand mal schnell noch in die Handlung eingebaut hat, damit er nicht verloren geht.Die ganze Zeit liest sich alles wie eine Teenagerromanze, wo die Eltern Geld haben und eben Einfluss geltend machen können. Das Ganze endet dann aber aber komplett undurchdacht in einem mehr als beschissenen Ende. - Ich bin unzufrieden. Hochgradig unzufrieden. Ich glaube nicht, dass ich mir hier die folgenden Bände noch zulegen werde. Dafür hat mich alles zu wenig interessiert und irgendwie kann ich mir vortellen, wie das weiter geht und wie das am Ende dann im Finale aussehen wird.Eine Romantasy aus Laienhand, die sich mehr wie eine Fanfiktion einer Zwölfjährigen liest. Dabei hätte man allein mit ein wenig mehr Ortsrecherche schon so viel mehr aus der ganzen Story machen können. Und das Ende geht mal gar nicht!