Auf den Thriller 'Der Fjord' von Sarah Goodwin habe ich mich sehr gefreut. Ich mochte von der Autorin 'Stranded - Die Insel' total gerne und war auch schon darauf vorbereitet, dass mich eher ein softer Thriller beziehungsweise ein Spannungsroman erwarten wird.Leider konnte mich das Buch nicht wirklich packen und auch Norwegen oder der namensgebende Fjord spielen eine deutlich kleinere Rolle als erwartet.Im Mittelpunkt steht Amelia, die ihre verschwundene Schwester Rose finden möchte. Dafür krempelt sie ihr gesamtes Leben um, nimmt eine falsche Identität an und verschafft sich Zugang zu dem exklusiven Ort, an dem Rose vor einem Jahr spurlos verschwand.Auf dem luxuriösen Anwesen der Familie Fowley findet einmal jährlich eine exzessive mehrtägige Party statt. Zwischen Alkohol, Drogen und den Reichen und Schönen gibt es dort jedoch nicht nur ausschweifende Feiern, sondern auch Tote.Die Idee des Buches hat mir grundsätzlich gefallen. Allerdings hätte ich das Buch vermutlich nicht an einem Fjord angesiedelt, da der Schauplatz letztlich kaum eine Rolle spielt. Wer wegen atmosphärischer Naturbeschreibungen oder nordischer Kulisse zugreift, könnte daher enttäuscht werden.Mit den Figuren wurde ich leider ebenfalls nicht warm. Besonders Amelia wirkte auf mich oft wenig authentisch, und wirkliche sympathisch war mir keine der handelnden Personen.Die Handlung entwickelt sich eher langsam. Das sorgt zwar dafür, dass man wissen möchte, wie alles zusammenhängt, gleichzeitig empfand ich einige Passagen aber auch als etwas zäh. Der Plot-Twist beziehungsweise die Auflösung am Ende konnte mich dann wieder etwas mehr überzeugen.Insgesamt ließ sich das Buch angenehm lesen, ein echter Pageturner war es für mich jedoch nicht.