>> Wieder habe ich das Gefühl, an den Rändern abgetastet zu werden, als wäre ich ein hartnäckiger Aufkleber und er wollte sehen, was sich darunter verbirgt. << - S. 127
Meine Meinung:
Der Anfang macht neugierig und man lernt die Vielzahl an handelnden Protagonisten kennen, wodurch ich ein paar Seiten gebraucht habe, um mich in die Thematik hineinversetzen zu können.
Das Setting und das Leben der Reichen erzeugt dabei eine geheimnisvolle Atmosphäre, bei der man sich durchgängig unbehaglich fühlt.
Obwohl der Klappentext eine spannende Mischung verspricht, konnte der Thriller mich nicht so richtig mitreißen. Die Charaktere bleiben blass gezeichnet und es werden viele Klischees bedient, wodurch ich mit ein paar Twists leider schon gerechnet hatte. Momente, die für Nervenkitzel und Spannung sorgen sollten, haben dabei eher das Gegenteil bewirkt.
Amelie ist zielstrebig und fest entschlossen den Spuren ihrer Schwester auf den Grund zu gehen. Leider macht sie in der Geschichte eine kaum zu spürende Entwicklung durch. Ich hatte vor allem Schwierigkeiten mich in ihre Emotionen hineinzuversetzen und diese nachvollziehen zu können. Die Mitglieder der Familie Fowley wirken wie die typische reiche und geheimnisvolle Familie der höheren Gesellschaft. Auch hier wurde mir zu wenig tief gegraben und eher nur an der Oberfläche gekratzt.
Bei der großen Auflösung am Ende wurden mir die Konflikte zu einfach gelöst und die Protagonistin hat in vielen Szenen und insbesondere bei ihrer Spurensuche naiv gewirkt. Ihre Herangehensweise hat nicht den Eindruck gemacht, als hätte sie sich zuvor viele Gedanken um ihren Plan gemacht.
Zu wenig Spannung und zu wenig Überraschungsmomente für meinen Geschmack.
Fazit:
Eine tolle Grundidee mit einer Menge Potential. Leider hat mir die Umsetzung dieses Thrillers nicht so gut gefallen. Die Protagonisten wirkten blass und haben viele Klischees bedient. Zusätzlich konnte ich das Handeln der Protagonistin in vielen Situationen nur schwer nachvollziehen.
3/5