Wenn aus der Glut endlich Feuer wird
Wenn Crown of Midnight gezeigt hat, wie dunkel diese Welt werden kann, dann wirft Heir of Fire Celaena direkt ins Feuer und schaut, was übrig bleibt.Was das Buch richtig gut macht:1. Es hat keine Angst, Celaenagebrochenzu zeigen.Kein Sarkasmus, keine Coolness für fast ein Drittel des Buches. Sie trauert, ist nutzlos und weigert sich zu kämpfen und Maas lässt das einfach zu. Unangenehm, aber genau richtig.2.Rowanbringt eine ganz neue Ebene in die Serie.Ihre Dynamik ist noch keine Romanze, sondern Disziplin und Rivalität zwischen zwei Menschen, die sich gegenseitig nicht untergehen lassen. Allein der Trainingsbogen macht das Buch schon lesenswert.3. Celaena wird endlich zuAelin.Nicht nur in der Handlung sondern auch emotional. Wie sie ihr Feuer zurückgewinnt (im wörtlichen und übertragenen Sinn), trifft so viel härter, weil Maas dich ein ganzes Buch lang darauf warten lässt.4. Das politischeSchachspielin Adarlan bekommt endlich Gewicht.Besonders Dorian macht einen Sprung nach vorn. Er trägt hier echtes Gewicht, statt nur "der Prinz¿ zu sein.Was dem Buch schwerfällt:1. Der Wechsel zwischenWendlynundAdarlanim Pacing. Celaenas Kapitel sind elektrisierend. Der Rückschnitt zu Chaol, Dorian und Aedion fühlt sich manchmal an, als würde man mitten im besten Film aufs Handy schauen.2. Esdauert, bis es in Fahrt kommt.Die Phase, in der sich Celaena weigert, Celaena zu sein, ist thematisch richtig, aber langsam. Wer ungeduldig ist, wird vor der Belohnung getestet. 3. Ein paar bequeme Magie-/Plot-Mechaniken.Manche zentralen Enthüllungen (Stichwort Bluteid) funktionieren mehr über Gefühl als über wasserdichte Weltbau-Logik.Fazit: Heir of Fire ist der Punkt, an dem Throne of Glass aufhört, "Attentäterin mit Groll¿ zu sein, und zu einem echten Epos wird. Das Pacing hakt, sobald man Wendlyn verlässt, aber Celaena und Rowan allein machen es zu einem super Buch.