Spannend, aber leider nicht ganz mein Geschmack.
"Verwesung" war für mich insgesamt ein solider und durchaus spannender Thriller, welcher mich gut unterhalten hat. Insgesamt konnte es mich aber leider nicht so richtig vom Hocker hauen.Die Geschichte ist spannend und bleibt bis zum Schluss interessant. Auch wenn das Ende für mich schon ein Stück weit vorhersehbar war, hat mich das nicht sonderlich gestört.Allerdings hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass die Handlung doch etwas abwegig und teilweise nur schwer realistisch nachzuvollziehen war. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass die Geschichte insgesamt nicht ganz meinen persönlichen Geschmack getroffen hat.Ein weiterer Punkt war für mich der fehlende Zugang zu den Charakteren. Abgesehen von David Hunter waren mir die Figuren größtenteils eher unsympathisch, wodurch es mir schwerfiel, wirklich mit ihnen mitzufühlen. Aber selbst mit David Hunter bin ich nicht vollständig warm geworden. Da "Verwesung" mein erstes Buch aus der Reihe war, kann es natürlich gut sein, dass mir durch die fehlenden Vorkenntnisse ein Teil der Entwicklung und des Hintergrunds entgangen ist. Deshalb möchte ich diesen Punkt auch gar nicht allzu stark bewerten.Trotz meiner Kritikpunkte habe ich mich beim Lesen keineswegs gelangweilt. Im Gegenteil, das Buch ließ sich sehr flüssig lesen, war spannend genug, um mich bei der Stange zu halten und ich war relativ schnell damit durch.Unterm Strich also ein guter Thriller, der mich durchaus unterhalten konnte, mehr aber auch nicht. Vielleicht werde ich der Reihe bei Gelegenheit nochmal eine zweite Chance geben und nochmal mit dem ersten Buch starten.