Bewegende realistische Lebensgeschichte einer verwitweten jungen Bäuerin auf einsamen Hof in den Alpen um 1886
Die Geschichte umfasst die 3 Jahre einer jungen Bäuerin vom Tod ihres gewalttätigen Mannes über ihre Mühen, den Hof zu erhalten bis hin zu ihrer Entscheidung, Hilfe anzunehmen und Liebe zuzulassen, ohne sich den Normen ihrer Umgebung anzupassen.Es ist kein sentimentaler, klischeehafter Heimatroman. Er spart nicht die Härte des bäuerlichen Lebens und Arbeitens aus, aber er zeigt auch die schönen Momente, mit der Natur verbunden zu sein. Man freut sich mit der Protagonistin, wenn sie Erkenntnisse gewinnt, ihren Horizont erweitert, selbstbewusst den Mitmenschen zu begegnen lernt. Und nimmt auch an ihrer Verzweiflung Anteil. Die Figur ist einfach realistisch gezeichnet.Interessant auch die Einbeziehung der historischen Figur des Malers W.Leibl, sowie die Thematik des Down Syndroms als damals noch nicht erforschte Behinderung.Der Schreibstil ist flüssig und spannend, auch mit humorvoll liebenswerten Beschreibungen der Charaktere.Ich wünsche mir sehnlichst eine Fortsetzung der Geschichte!