Auf den Psychothriller Letzte Stunde Tod bin ich durch Instagram aufmerksam geworden. Sven Jacobs ist nämlich Buchblogger und hat mit seinem Debüt einen beachtlichen Start hingelegt.
Alles, was Leserherzen höherschlagen lässt, hat er in seinem Erstlingswerk vereint: kurze Kapitel, die durch wechselnde Perspektiven von Beginn an eine hohe Spannung erzeugen, sympathische und authentische Charaktere, eine ordentliche Portion Humor sowie eine Prise Brutalität.
Max ist unser Hauptprotagonist ein junger Lehrer, der es am Wochenende gerne mal krachen lässt. Doch als seine Liebschaften tot aufgefunden werden und alle Indizien auf ihn als Täter hindeuten, gerät sein Leben aus den Fugen. Er war mir bereits nach den ersten Zeilen sympathisch. Mit seiner lockeren und humorvollen Art hatte ich sofort das Gefühl, einen Freund auf seinem Weg zu begleiten.
Auch die übrigen Mitglieder der Freundesclique konnten mich schnell für sich gewinnen. Wie bereits erwähnt, wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was die Spannung zusätzlich erhöht, da die Kapitel oft genau in den entscheidenden Momenten mit einem Cliffhanger enden.
Eine gewisse Brutalität kommt durch den Schatten ins Spiel. Hier erleben wir hautnah mit, wie sich der Täter seine Opfer aussucht und tötet. In welchem Zusammenhang die Opfer zueinander stehen, wird zunächst nicht deutlich lediglich, dass sie alle Max kennen.
Im Verlauf werden immer wieder verschiedene Verdächtige ins Spiel gebracht, und ich begann als Leser mitzurätseln, wer hinter den Taten steckt und welche Beweggründe er hat.
Die Schreibweise ist locker, die Ausdrucksweise der Charaktere fast typisch für Anfang 30 jährige. Das einzige was mich innerlich manchmal zum Augenrollen gebracht hat, waren die teils klischeehaften Gespräche und Äußerungen, aber das ist eher jammern auf hohem Niveau.
Das Ende sehe ich etwas zwiegespalten. Die Spannungskurve schnellte nochmal richtig an und den Täter hätte ich so nicht erwartet, allerdings Verstand ich seine Beweggründe nicht so richtig und hätte mir da etwas mehr Aufklärung gewünscht. Verstört hat mich dann der Epilog..