Letzte Stunde Tod von Sven Jacobs ist als Taschenbuch bei Ullstein erschienen und bietet packende Lektüre auf knapp 400 Seiten.
Max Schilling, Lehrer, Anfang 30 , gutaussehend und beliebt , hat ein nächtliches Spontandate, bei dem er seine Uhr vergisst. Als er zurückkehrt, um die Uhr zu holen, liegt sein Rendezvous brutal ermordet im Bett - Max erhält mysteriöse Nachrichten und der Mörder schafft es auf subtile Weise, Max als Verdächtigen dastehen zu lassen. Und es bleibt nicht bei der einen Leiche!
Sven Jacobs hat einen mitreißenden Schreibstil, mit dem er auf perfide, clevere und ausgesprochen kreative Weise ein geradezu beängstigendes Szenario erschaffen hat.
Der Autor hat es zudem mit Leichtigkeit geschafft, mich in seinem wahrlich ereignisreichen Plot mehrfach auf komplett falsche Fährten zu führen und mich nach einigen spannenden Wendungen am Ende noch völlig zu überraschen. Wobei mir das Ende dann doch ein wenig too much war, das hätte es gar nicht gebraucht in meinen Augen.
Die Charaktere Max, Amelie und Julian sind total sympathisch und der Umgang untereinander, insbesondere die Entwicklung zwischen den beiden Männern, ist authentisch, glaubhaft und hat mir auf emotionaler Ebene sehr gefallen.
Die vielen unheimlichen und teil tödlichen Vorfälle waren stellenweise ziemlich krass und sind nichts für Zartbesaitete!
Alles in Allem ein Psychothriller, bei dem ich mitfiebern konnte und der mich super unterhalten hat. Ich werde Sven Jacobs Schaffen definitiv im Auge behalten und bin schon gespannt auf seinen nächsten Thriller