Zu viele wichtige Themen wurden nur oberflächlich verfolgt und hätten mehr Raum benötigt, um die Geschichte zu bereichern.
35 Tage bleiben Molly, um ihren Vater aus dem Gefängnis zu holen. 35 Tage bevor er für den Mord am sechzehnjährigen Casper Rosendale hingerichtet wird. 35 Tage, um zu beweisen, dass er unschuldig ist. Um ihm zu helfen und die wahre Geschichte zu erfahren, schleicht Molly sich als Haushälterin bei den Rosendales ein. Was steckt noch hinter der Fassade, dieser einflussreichen Familie?Durch den einfachen und schnörkellosen Schreibstil habe ich wirklich sehr schnell in die Geschichte hineingefunden. Wir begleiten hauptsächlich Molly auf der Suche nach der Wahrheit um den Mord an Casper für den ihr Vater im Gefängnis sitzt. Zeitweise wechselt die Erzählperspektive auf andere Charaktere der Geschichte, wobei mir insbesondere die kurzen Episoden aus Caspers Vergangenheit gut gefallen haben. Molly wirkt als Hauptcharakter fehlbar und damit sehr authentisch, doch fehlten mir bei ihr tiefere Emotionen besonders im Zusammenhang mit ihrem Vater. Es wurden viele wichtige Themen wie Krankheiten, Drogen- und Alkoholkonsum und Waffengesetze in die Story eingeflochten. Diese blieben mir jedoch viel zu oberflächlich und nicht gut ausgearbeitet. Auch das Ende war mir persönlich viel zu vorhersehbar. Auch wenn ich schon viel Gutes über den Autor gehört habe, konnte mich diese Geschichte nicht so wirklich mitreißen.